Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wiese als FH Gelände
Hi, ich habe da wieder einmal ein Problem! Das Fährten mit meinen Rüden macht mich noch wahnsinnig!
Da in unserem Umkreis im Moment nur Wiesen zum Fährten zur Verfügung stehen habe ich heute auf einer solchen wieder einmal gefährtet!
Es ist einfach der Horror! Mein Rüde ist derart von der Rolle und nur am hin und her laufen, so daß er fast alle Gegenstände überläuft! Er läuft mehr rechts und links von der Fährte als darauf!? Ich lege ihn schon viel Futter um ihn ruhig zu bekommen aber das funktioniert auf Wiese nicht! ;( Außerdem werde ich wie eine kleine Handtasche hinterhergezogen!!! Dieses Verhalten zeigt er ausschließlich auf Wiese??? SOS hat jemand einen Tipp oder ähnliche Erfahrungen gemacht?
Mir hat man mal gesagt das Wiese das beste Geruchsfeld hinterläßt ???
Ich will jetzt der Wiese den Kampf ansagen und erstmal nur auf solchen Gelände suchen bis er sich besser zeigt!
Feldi
Original von Feldi
Mir hat man mal gesagt das Wiese das beste Geruchsfeld hinterläßt ???
Ja und auch das breiteste... Wenn das Gras recht hoch steht, kann dein Hund deine Schritte nicht mehr riechen, denn du hast das Geruchsfeld mit deinen Beinen, mit denen du das Gras berührst ungewollt vergrößert. D.h. im ungünstigsten Fall nimmt dein Hund den Kopf nicht mehr runter, weil er sich ja auch weiter oben orientieren kann... Wenn dein Hund nun auch noch unerfahren ist, machst du mehr kaputt, als du denkst. Gehe lieber in den Wald, such dir Ausgleichsflächen (es gibt immer mal irgendwo nen brachen Acker) oder warte, bis die Felder abgemäht sind.
Da hast Du Recht!
Wieso zeigt er mir das aber nicht auf Acker wo die Saat schon Knie hoch ist? ...und wie arbeite ich ihn am besten bei hohen Fährtenbewuchs an den Gegenständen? Ich bin am Ende mit meinen Ideen. Er ist ja auch nicht unerfahren... (7Jahre)! Er sucht auch mit tiefer NAse aber sehr nervös und hektisch immer hin und her und natürlich wahnnsinnig schnell.
DIE RATLOSE FELDI ! :?:
ich habe solch ein Verhalten, wie Du es beschreibst, bei meinen Hunden noch nie erlebt und auch bei anderen nie gesehen - egal, wie hoch das Gras war... ?(
Ganz im Gegenteil! Je höher das Gras war, desto lascher fährten sie, weil sie einfach "durch den Tunnel" laufen. Deshalb vermeide ich sowas, so gut es geht!
So ein Such - Verhalten kenne ich allenfalls, wenn der Hund eine interessante Wildspur in der Nase hat und ihr folgt...
LG Iris
:D :D :D
Aber mit der Feststellung ist Dir ja nicht geholfen...
Hat Dein Hund das auf Wiese schon immer gemacht? Und das schnelle Tempo - hat er das auf Wiese u n d auf Acker?
Du legst viel Futter, sagst Du. Wieviel ist "viel"? In welchen Abständen legst Du es? Was für Futter?
Meine Hündin war anfangs auch sehr schnell und hektisch. Ich habe dann wirklich eine lange Zeit in jeden Tritt Futter gelegt.
Später dann - und auch heute noch - variiere ich viel! Mal liegt eine ganze Serie von Futter, dann ein paar Schritte nichts, dann wieder nur in 2 - 4 Tritten, aber immer in so kurzen Abständen, daß der Hund ein richtig schnelles Tempo gar nicht erst erreichen kann...
Auf die Gegenstände habe ich immer viel Futter gelegt, damit der Hund auf jeden Fall zum Zögern kam und ich einwirken konnte.
Hast Du schonmal versucht, auf Acker anzufangen und dann nur eine kurze Strecke in eine Wiese zu wechseln?
LG Iris
eine "anstrengende" Wiese ist frisch gemäht, allerdings noch leicht taufrisch. Ich habe da einfach mehr Gegenstände ausgelegt, oder/und zwischen den Gegenständen ein Leckerli. Versuch - falls Du einen überaus eifrigen Sucher hast, der aber wie ein gestörter losstürmt - Deinen Hund kurz v o r der Fährte ganz leicht anzufüttern, damit er nicht vor Hunger auf den "Jackpot" loststürmt.
Auch Schlangenlinienfährten, z. B. innerhalb einer Baumwiese bremsen und regen die Nasenarbeit an. Manchmal hilft auch das Winkeltraining, den Hund exakter auf der Fährte zu machen.
Sehr gern habe ich in Wiesen, die die Möglichkeit boten, in ein kurzes Waldstück (Waldrand) reinzugehen, um die Suche abwechslungsreiich zu gestalten. Meiner sehr temperamentvollen Hündin hat diese Abwechslung sehr gut getan.
eine "anstrengende" Wiese ist frisch gemäht, allerdings noch leicht taufrisch.
Eine "anstrengende" Wiese ist frisch gemäht, raspelkurz und strohtrocken!
Taufrisch macht das ganze schon wieder deutlich einfacher!
tschau juschka
Jetzt muss ich doch etwas mehr erzählen über meinen Chaoten!
Er ist nicht der verfressenste und es stört ihn gar nicht wenn mal ein Stück liegen bleibt. Aber ich will ihn nicht so lange (mehr als 1 Tag) hungern lassen, da er ja eh nicht der dickste ist. Wie lange wenn macht ihr das?
Mein Rüde wurde ja bis vor 3 Jahren noch von meinen Freund geführt. Leider ist mein Freund sehr Fährtenfaul. So viel wie ich in 1 Jahr suche mit ihm hat er vorher in seinem ganzen Leben nicht gesucht. Wiese hat er leider gar nicht trainiert und da glaube ich auch mein Problem zu finden !!!!
Kiki
Das mit dem Waldstück habe ich auf Anraten eines Hundefreundes aus meinen Verein auch schon gemacht. Leider zeigt er da auch das typische Wieseverhalten. Deswegen habe ich das dann gelassen. ;(
Fuzzi
Ja leider Fuzzi hat er das auf Wiese schon immer gemacht. Auf Acker sucht er zwar nicht langsam, aber man kann normal hinterher gehen. Dann aber auch mit tiefer Nase und sicher an den Winkeln.
Mit dem Futter mache ich es so alle 10-15 Schritt lege ich in 10-15 Schritt Futter. Ich nehme jetzt schon Käse weil er die Wurst zum Teil überläuft!
Jetzt fällt mir ein als mein Freund mir meinen Rüden übergeben hat, da hatte ich das Problem auch auf Acker. Mein Freund hatte am Fährtenende immer eine Beißwurst :hammer: hingelegt! ...und das bei unseren Triebvogel!!! Natürlich hätte er damals beim Windhundrennen aber nicht bei FH Prüfungen teilnehmen können. Aber das hat ja mit der Wiese nichts zu tun?!!
Feldi:bahnhof:
@ Feldi,
im Auslegen von Futter läßt sich bei Dir ja schon eine gewisse Regelmäßigkeit erkennen. Der Hund weiß wohl in etwa, wann wo was kommen könnte...
Versuch mal die Abstände kleiner und unregelmäßiger zu machen.
Auf irgendwas an Futter muß Dein Hund doch abfahren! Wenn er Wurst nicht so gern hat, dann such doch was anderes. Gefriergetrocknete Leber, Frikadellen etc...?
Manche Leute schmieren sich Leberwurst unter die Schuhsohlen.
Ich würde jetzt zunächst mal mit einem kleinen Stück Wiese anfangen. Erst auf Acker anfangen und dann nur 10 - 20 Schritte in eine Wiese wechseln - und auf diesen 20 Schritten in jeden Tritt was ganz besonders Leckeres legen...
LG Iris
Danke FUZZI,
Du hast Recht ich werde es mit Leber probieren. Eine gute Idee!!!
Ich gebe bescheid wie am Sonntag die Fährte gelaufen ist.
Erstmal Danke! sagt Feldi!!!
Ich freue michj über jeden Tip!!!
Je geruchsintensiver Dein Futter ist, was Du verwendest, desto mehr "schreit" es dem Hund regelgerecht zu "hier bin ich!".
Ich verwende das geringstriechende Futter, das der betroffene Hund gerade noch akzeptiert, wobei oft erstmal die Übung zählt. Wenn ein Hund normal Trofu frisst, bekommt er auch auf der Fährte das Futter - mäkelt er ist es nur Ausbildungssache.
Wenn ich den Hund ärgern will, nehme ich nicht normales Trofu, sondern Katzen-Trofu...da muss der Hund aufpassen, das er nichts verpaßt!
Was Du erreichen willst, ist das der Hund die Nase runter nimmt und intensivst die Schritte ausarbeitet, und damit er das tut braucht er Futter, das möglichst wenig riecht und wo der Hund sich maximal anstrengen muss um zum Erfolg zu kommmen. Bei intensiven Futter nehmen sie oft und gerne nur an dem entsprechenden Schritt die Nase runter und latschen zwischendrin mit höherer Nase weiter...bis das nächste Futterstück "schreit".
tschau Juschka
Benjamin
20.05.2005, 17:30
Hi Juschka,
das wird aber ganz schön laut dann auf so ner Fährte!! :D
Deswegen hört mein Hund auf der Fährte so schlecht, bei dem Gebrüll kein Wunder...
Gruß Antje
Da hast Du eigentlich schon Recht, Juschka.
Nur geht es jetzt ja nicht darum, dem Hund das Fährten beizubringen, sondern ihn erst mal dazu zu bringen, auch auf einer Wiese nicht hektisch hin und her zu rennen - und da darf meiner Meinung nach anfangs das Futter ruhig mal "schreien"... :D
LG Iris
Zu spät! Die Leber schreit schon aus dem Kühlschrank!!!
Juschka, es ist auch so das er normal ein schlechter Fresser ist! Das ist natürlich auf der Fährte erst Recht ausgeprägt!!!
Da finde ich die Leberidee sehr gut! Schauen wir mal was er morgen macht. Ich habe eine "schöne" Moorwiese gefunden. Na dann mal los und Sonntag hier Auswertung! Danke für Eure Hilfe!!!
Feldi
Hallo Feldi,
als ich vor 2 Jahren durch meinen Umzug bedingt vom Ackerland ins
absolute Wiesenland gezogen bin hatte ich in Begin auch Probleme
mit der Umstellung. Eigentlich dachte ich immer das Wiese für den
Hund angenehmer ist als Acker und ich hatte auch nicht mit Problemen
gerechnet.
Aber mein Hund hat das Gelände am Anfang auch gar nicht für voll
genommen und ich rechnete schon mit dem schlimmsten und das
ich das wahrscheinlich gar nicht in den Griff bekomme.
Ich habe dem Hund dann in der Wiese (ega wie hoch) eine sehr
schmale (ein Fuss vor den anderen) Spur geleget die ich am Anfang
auch sehr gut ausgetreten haben. Ich habe darauf geachtet das
die Fährte durch nichts unterbrochen ist. Das sah dann hinterher
aus wie ein Schlauch. Für das Futten habe ich mit der Hacke des
Schuhs kleine Löcher getreten damit die Brocken nicht so auf dem
Gras liegen und zu einfach mitzunehmen sind.
Das ganze hat sehr gut funktioniert und wurde dann was das Treten
betrifft nach und nach abgebaut.
Bei den Gegenständen benutzte ich heute noch Stricknadeln die ich
auf gleicher Höhe in die Weise stecke um absolut sicher zu sein und
den Hund nicht falsch zu korrigieren.
Viel Erfolg
Original von Feldi
Schauen wir mal was er morgen macht. Ich habe eine "schöne" Moorwiese gefunden. Na dann mal los und Sonntag hier Auswertung!
Feldi
NA??? UND?????
Hat´s geklappt??? Wenigstens einigermaßen?
LG Iris
Hallöle meine Helfer !!!
Ich am Sonntag mit meiner gebratenen Leber und meinen 3 "Teamkolleginnen" zu Fährte geflitzt. Diesmal wollte ich es von ihm Wissen! Kann er und stellt sich nur so an oder zeigt er mir den dicken Daumen??! Ich nahm meinen Neffen (9 Jahre + Fliegengewicht) mit und ließ ihn über eine wirklich katastrophale Wiese eine Fährte treten.
Folgendes geschah:
Hund kommt an den Ansatz, nimmt die Fährte sehr schnell aber nicht sicher auf und schießt los. Ich hinterher wie ein Windhund und die Wut im Genick!!! 1.Stück Leber kommt ( Mein Neffe hatte vergessen etwas am Ansatz hinzulegen!) mit einmal mein Hund gestockt und aus diesem Wirrwar sich das Stück Leber regelrecht rausgewühlt. Er war begeistert was diesmal für ein Luxusartikel auf der Fährte lag !!! Er war trotzdem sehr schnell wurde aber permanent ausgebremst durch das Futter welches er (erstmalig!!!!!) nicht überlaufen wollte. Er hat dann auch 3 von 4 Gegenständen super verwiesen! Wir sind am Ende angekommen und ich fande für dieses Stück Wiese wo Brennessel, Distel und und stellenweise nur vertrocknetes Moos war, konnte ich mich über diese Leistung sehr freuen.
Ich weiß jetzt das Leber absolut sein Ding ist und liebe Fuzzi für diesen Rat vielen lieben Dank ! Leber kommt jetzt immer mit.
...und Kpax das mit dem Stricknadeln ist auch eine gute Idee! Im Moment nehme ich das farbige aber geruchlose Fährtenpulver!
Ich hoffe ich bekomme das noch in den Griff. Im August ist meine LM und die findet wahrscheinlich auf Moorwiese statt. Es wäre schön dort zu bestehen!
Danke meine lieben!!!
Eure Feldi
:such: :such: :westie: :such: :such:
Hallo Feldi,
Mann! Das freut mich!!!:applaus:
Aber übertreib nicht gleich! Geh es langsam an.
Wenn Dein Hund so gut darauf abfährt, würde ich ein bißchen Leber auf dem Abgang verkrümeln (Hund findet nix - riecht es aber... :D). Dann auf jeden Fall gleich kurz nach dem Abgang - höchstens 2-3 Schritte - gleich Leber in den Tritt legen, damit der Hund lernt, den Abgang intensiver aufzunehmen und die Spur von Anfang an langsamer weiterzuverfolgen.
Und mach die Fährte nicht gleich zu lang.
Viel Erfolg weiterhin!
Gruß Iris
Das mache ich!!!
Ich nehme mir Deinen Rat zu Herzen! Sooo dumm is er doch gar nicht!
Er ist eben total unsicher auf Wiese und wird dadurch dabei so nervös.
Ich lasse es mit Ruhe angehen und hoffe das auch er einmal bei solchem Gelände ruhiger wird.
Feldi:westie:
wenn Du weißt, daß er das Verhalten aus Unsicherheit zeigt, ist es umso wichtiger, daß wirklich alle paar Schritte auch Futter zu finden ist.
Denn kommt der Hund etwas von der Fährte ab und wird korrigiert, ist die "Bestätigung", wenn er auf die Fährte zurückfindet, umso wichtiger für seine Sicherheit.
Gruß Iris
Oh wie Recht du hast Iris!!!
Er verträgt in solchen Momenten auch absolut kein Druck. Geht er von der Fährte runter muss ich ganz ruhig bleiben und ich sage dann nur "nein" aber im ruhigen Ton. Er ist sonst wirklich nicht sensiebel aber bei der Fährte sind bei ihm "Samthandschuhe" angesagt.
:such: Feldi
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