Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Argumentations-Problem
Rasputin
22.08.2006, 10:09
Hy ihrs
Begeistert von den Veränderungen bei Jasko seit ich ihn barfe schwärme ich natürlich auch ab und zu von dieser Art der Fütterung. Ich habe auch meistens interessierte Zuhörer. In letzter Zeit wurde ich aber des öftern ganz entsetzt angeschaut.....
"Waaaaas? Du gibst deinem Hund Öl????? Und das auch noch täglich!!!!!"
Und natürlich auch das.......
"Waaaaaaaas? Du gibst deinem Hund gesalzene Nudeln? Oder sogar ab und zu eine Prise Salz über das Fressen?"
Fazit: Ich bin eine Mörderin auf Raten, da der Hund Öl nicht abbauen und Salz nicht vertragen kann. Im natürlichen Fressen habe es auch kein Öl (nur Fett, das sei aber nicht das selbe!) und kein Salz!
Kann mir jemand Argumentationshilfen geben? Ich habe bisher immer mit der Tatsache gekontert, dass viele Hunde auf diese Weise seit Jahren gefüttert werden und keiner davon krank geworden oder gestorben sei. Ist aber auch für mich selber eher dürftig, diese Erklärung!!!
Also, gebt mir Schützenhilfe!!!!!!
Biggy
Hallo Biggy,
ich muss/darf meinem Zwerg lt. Tierarzt Distelöl geben, da er trockene Haut hat. Salz soll ich geben (eine Prise) damit er viel viel Flüssigkeit aufnimmt. Er hat eine Blasenentzündung. Ausserdem ist Öl gut fürs Fell
Vielleicht hilft Dir das etwas....und....nicht unterkriegen lassen :D
viele Grüße
Nicole
Hallo Biggy
Meine Hunde bekommen in der Woche zweimal je einen Esslöffel hochwertiges Maiskeimöl (ungesättigte Fettsäuren) unter das Futter gemischt.
Macht ein seidiges Fell.
Dany
Moin Biggy!
Also, zu der Sache mit dem Öl:
Fertigfutter wird am Ende des Herstellungsprozesses mit einem Ölgemisch besprüht, indem die Vitamine und alles drin ist. Zum Einem um das Futter haltbar zu machen, zum Anderen, weil durch die Herstellung in diesem Brei sonst nix mehr drin ist :D Sämtliche Vitamine und so weiter werden bei der Herstellung zerstört. Also wird zum Schluss das Futter mit einem öligen Gemisch besprührt zum vitaminisieren und konservieren.
Erinnerst Du dich noch daran, wie schmierig die Finger waren, wenn man mal in die TroFu-Tonne gegriffen hat??? ÖL... :D :D :D (mit ner ganzen Menge Chemie gemischt :D :D :D)
Salz ist lebensnotwendig (auch für Hunde...). In TroFu ist es auch drin, da sieht es blos keiner... Und ich bin sicher, dass wir hochwertigeres Salz zugeben als die Futterindustrie das tut. Bei uns gibt es z.B. Meersalz. Man könnte auch Himalaya-Slaz geben. Aber Fakt ist nun mal das Salz lebensnotwendig ist. Und Du auf diese Art wenigstens bestimmen kannst wieviel Salz Dein Hund bekommt. Den auch hier ist Fakt, dass in FeFu auch Salz enthalten ist :D :D :D.
Wenn Dich jemand mit solchen Dingen in die Enge treiben will, lass denjenigen doch mal die genauen einzelnen Bestandteile seines TroFu/FeFu aufzählen. Ich meine so RICHTIG genau (nicht nur Getreide, sondern welches und wieviel davon. Nicht nur Gemüse, sondern auch welches, wieviel davon...) Das hilft meistens... :D :D
Hi Biggy,
kenne mich zwar mit barfen nicht so aus, aber ich würde folgende Argumente nehmen:
Thema Salz: Tiere in freier Wildbahn suchen sich Ihre Salzquellen selbst, manchmal (durch den Menschen) unterstützt durch Lecksteine. Haustiere, ob in der Mast, im Sport oder im Hobby, benötigen hier die Hilfe des Menschen. Seit Beginn der Domestizierung von Tieren versorgen die Halter ihr Vieh mit Salzgaben. Salz spielte und spielt in jedem Futterplan eine herausragende Rolle für Gesundheit und Leistung der Tiere. (Mineralien, gerade im Sommer)
Bei Thema Öl würde ich sagen, dass es dabei z. B. um die ungesättigten Fettsäuren geht. Ausserdem braucht der Hund Öle um z. B. Vitamine (z. B. aus Karotten) aufspalten zu können.
Das wären jetzt meine Argumentationsideen...
LG
Nina
Rasputin
22.08.2006, 12:53
Danke für eure Antworten. Unterkriegen lass ich mich sicher nicht. Die glänzenden Äuglein meines Buben und die Freudentänze vor dem Essen entschädige für jede Diskussion mit Unwissenden!
Aber jetzt bin ich gewappnet!
:herzen:
Fitzceraldo
23.08.2006, 17:08
Hi,
habe mal in meinem schlauen Buch nachgesehen, was dort zu Salz und Öl erklärt wird:
Öl:
Wird wegen der ungesättigten Fettsäuren benötigt.
Beutetiere, die der Wolf oder Wildhund verspeist (z.B. Kaninchen), enthalten erheblich mehr der essentiellen Omega-3-Fettsäuren als Tiere, die heutzutage der Hundefütterung dienen (z.B. Rind), daher ist Ergänzung mit wichtigen Fetten/Fettsäuren erforderlich, denn wer füttert schon nur Kaninchen.
Desweiteren braucht der Hund es zur Verwertung bei Gemüse:
Karotin z.B. kann nur durch Zugabe von Öl bei der Fütterung von Karotten in Vitamin A umgewandelt werden.
Salz:
Blut enthält eine große Menge Salz.
Da unsere Hunde heute selten Blut von frisch erlegten Beutetieren erhalten, müssen wir Salz in der Rohfütterung ergänzen, es sei denn man ergänzt das Futter mit frischem Blut.
Quelle:
natural dog food - Rohfütterung für Hunde - ein praktischer Leitfaden von Susanne Reinerth
Ich denke nun hast du genügend Argumentationshilfe oder? ;)
LG
fitzceraldo
Rasputin
24.08.2006, 06:16
Supi! Danke Fitzceraldo! Werde das mal halbwegs auswendig lernen und bei nächster Gelegenheit zitieren......
Freue mich auf die grossen Augen und sprachlosen Gegner!
Biggy
k9rottweiler
24.08.2006, 09:28
Als Dankeschön für die 50% Dänin noch einige Argumente:
1.Seit Jahrtausenden ernähren Menschen ihre Hunde mit RFK,Innereien,"Gemüse" und später auch Milchprodukten.Bei vielen Naturfölkern sind heute noch Hunde Windelersatz und Resteverwerter und bekommen Milch und Schlachtreste bzw.sogar Essen der Familie als Dank.
2.Die schlechtesten Schlachtreste und GetreideNEBENprodukte zu trocknen um sie zu mahlen,zu erhitzen und gegebenenfalls wieder Wasser zuzufügen macht Tierfutter nicht grade besser,zumal mit alten Fetten und viel viel syntetischen Vitaminen versetzt :flucht:
3.Was ist gesünder als frische Nahrung?
4. Was fressen wilde Hunde/Wölfe denn?
5. 60 Jahre Fertigfutter reichen nicht aus um den Hundeorganismus von Beutetierfresser auf Müllschlucker anzupassen.
6.Hunde brauchen kein Getreide (macht oft mehr als 60% aus) auch 1000 Jahre Getreideanbau in allen Bereichen Europas macht den Hund nicht zum Getreidefresser,der Hund hat sich seit Jahrtausenden mit kompletten Beutetieren,der Mischkost der Menschen und einigen selbst gesammelten Gräsern,Früchten,Wurzeln und Blättern ernährt-warum soll er heute auf einmal nur mit denaturierter chemisch behandelter Recyclingkost gesund leben können?
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