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:mad:
Also ich könnt mit meiner Hündin verzweifeln. Habe meine Hunde immer so ausgebildet, dass ich nach Dildei angefangen habe inklusive Bögen und stumpfer Winkel. Dann hab ich mal eine paar Fußstapfen ausgelassen, was sich dann immer mehr gesteigert hat. Meine Kleine war schon immer sehr aufgeregt wenns zur Fährte ging, doch solange ich noch in jedem Fußstapfen Futter drin hatte, war das nicht das Problem, sie hat die Fährte ruhig, langsam und sicher augearbeitet. Doch wenn jetzt mehr als 1-2 Schritte kein Futter kommt, geht sie sofort runter von der Fährte in alle möglichen Richtungen, so nach dem Motto, hier ist ja kein Futter mehr also muss ich hier falsch sein. Irgendwie scheint hier die Verknüpfung nicht geklappt zu haben. Ich muss sie unbedingt ruhiger bekommen, hab das Gefühl das sie durch die enorme Trieblage irgendwelche Dinge tut, ohne noch etwas zu lernen. Sie neigt auch sehr dazu rumzubocken, wenn sie ihren Willen nicht kriegt. Bin dankbar für Tipps, obwohl Ferndiagnosen sicher schwer sind!
Hast du es mal mit einer Schleppfährte versucht? Ich würde bei deiner Hündin eine Kombination aus Schleppfährte + Lecker in jeden 3.-5. Tritt versuchen, so dass durch die Schleppe eine Verbindung zwischen den Punkten mit Lecker entsteht und deine Hündin nicht das Pendeln anfängt.
yellow-wolf
04.02.2007, 22:36
hi cora,
wie alt ist deine hündin?
wie viele fährten habt ihr bereits gesucht?
wie korrigierst du?
Also sie ist 14 Monate alt?
Wieviele Fährten hab ich schon gesucht mit ihr?( .
Also hab mit ca. 12 Wochen angefangen und mache ca. 1 mal pro Woche ne Fährte. Also ich würd mal sagen so 30 bis 40 Fährten, oh gott... das ist nicht viel. Trotzdem haben meine anderen Hunde bei gleichem Pensum schon ganz anders gesucht!!!
Versuche möglichst wenig zu korrigieren, sonders ruhig zu bleiben um dem Hund die Möglichkeit zu geben, das Problem selbst zu lösen!!!
Supermali
05.02.2007, 17:28
Hi,
back to the roots! Du vermutest ja selbst, dass sie bisher "nur" nach Futter sucht und nicht wirklich fährtet. Ich würde jetzt mal Winkel, Bögen, usw. völlig weg lassen und eine gewisse Zeit lang in jeden Tritt weiches Futter legen, das sie mag. Später dann noch nicht Futter abbauen, sondern das Futter wechseln. Z.b. mit Doko (kleine Stücke, damit der Hund nicht verharrt) habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht. Dadurch wird deine Hündin zwar immer noch bei jedem Tritt bestätigt, gleichzeitig lernt sie aber auch die Bodenverletzung und deine "individuelle Absonderung" mit den entsprechenden Gerüchen kennen und somit wird für sie das Futter immer weniger wichtig. Erst dann langsam Futter abbauen und "Zickzacke" einbauen.
Übrigens achte dich natürlich darauf, dass du das Tempo bestimmst. Duale Leinenführung mit gleichzeitiger Stimme sollen ihr schon klar machen, wie schnell ihr arbeitet.
Heike (yellow-wolf) hat dir ja ein paar wichtige Fragen für eine eventuelle Beurteilung gestellt. Sie wird dir sicher ein paar gute Tips geben können, Fährten ist glaube ich ihr zweiter Beruf :jubel: :applaus: !
yellow-wolf
05.02.2007, 22:10
Doch wenn jetzt mehr als 1-2 Schritte kein Futter kommt, geht sie sofort runter von der Fährte in alle möglichen Richtungen, so nach dem Motto, hier ist ja kein Futter mehr also muss ich hier falsch sein. Irgendwie scheint hier die Verknüpfung nicht geklappt zu haben.
ganz klar, der hund ist verunsichert und hat das prinzip noch nicht verinnerlicht.
Sie neigt auch sehr dazu rumzubocken, wenn sie ihren Willen nicht kriegt. MERKE: ein hund wird NIE bockig- er reagiert höchstens verunsichert durch konflikte. NIEMALS tut der hund irgendetwas um uns zu ärgern... das interpretierst du zu menschlich!
Also hab mit ca. 12 Wochen angefangen und mache ca. 1 mal pro Woche ne Fährte. Also ich würd mal sagen so 30 bis 40 Fährten, oh gott... das ist nicht viel. Trotzdem haben meine anderen Hunde bei gleichem Pensum schon ganz anders gesucht!!! mache NIE den fehler und vergleiche...
jeder hund ist ein individuum. der eine begreift schneller und andere sind halt legastheniker!
und wie du bereits selbst bemerkt hast, sind 30 fährten nicht gerade viel. ein hund lernt durch wiederholungen.
erhöhe mal das training auf 2 - 3 mal die woche und lege erstmal wieder nur komplette futterfährten um routine 'reinzubekommen. dann erst fängst du mit dem futterabbau an. dildei lässt ca. ein jahr lang komplette futterfährten suchen.
ich vergleiche das immer mit dem kleinen 1 x 1. erst wenn es im schlaf klappt, gehe ich den nächsten schritt.
wenn futter abgebaut wird, geschieht das langsam. erst wird mal zwischendurch 1 stapfen ausgelassen, dann mal 2 stapfen usw.
wichtig ist, dass du nicht nach schema vorgehst- soll heissen, fünf schritte futter, einen schritt auslassen, fünf schritte futter, einen schritt auslassen usw...
gestalte das abwechslungsreich, damit die erwartungshaltung hochgehalten wird. hundi darf nie von vorn herein wissen, wo es futter gibt und wo nicht.
Versuche möglichst wenig zu korrigieren, sonders ruhig zu bleiben um dem Hund die Möglichkeit zu geben, das Problem selbst zu lösen!!!
damit bist du jedenfalls schon auf dem richtigen weg!
aber wie korrigierst du nun "wenig"...?
Fährten ist glaube ich ihr zweiter Beruf :jubel: :applaus: !quatschkopp! :eek: ;)
Hi Yellow-Wolf,
vielen Dank, werde versuchen es umzusetzen, mir mangelt es wohl leider oft an etwas was sehr wichtig ist im Hundesport- Geduld.
Zu Supermali, habe immer Geflügelwurst benutzt und wollte dann auf gekochte Leber umsteigen wegen Farbe und weniger Geruch. Doch darauf hat sie wieder so reagiert, dass sie anfing Futter liegen zu lassen.
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