Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verzweiflung - Hund ist zu schnell
randolph
02.04.2007, 14:51
Hallo!
Ich benötige bald echte dringend einen Fährten Profi. Ich weiss nicht weiter...
Meine Hündin 2 Jahre fährtet viel zu schnell. Die Nase ist mittlerweile ständig unten, sie zieht mich aber regelrecht durch die Fährte.
Soll ich jetzt wieder back to the basic - sprcih wirklich von vorne anfangen und in jeden Schritt ein Leckerlie legen und den Hund mit sehr kurzer Leine immer jeden Schritt zeigen und sagen "fein such....".
Wie soll ich sie bremsen ohne, dass sie mir es krumm nimmt.
Soll ich sie mal evtl. nach eine kurzen Strecke richtig loben mit Spiele oder was....
Ich weiss es ist schwer hier was übers Forum zu erklären aber vielleicht hatte hier jemand schon einmal auch so ne stürmische und triebige Hündin udn mit irgend einen Trick das gut hinbekommen.
Dringend Hilfe gesucht!
Ergänzung:
Ich will noch hinzufügen, dass sie Winkel einwandfrei und exakt nimmt.
Wenn ich mit ihr aber unvorbereitet in eine Fährte gehe, dann läuft sie komischerweise viel viel besser.
Und wenn ich in eine Fährte laufe, die zuvor von einem anderen schon abgelaufen wurde, dann läuft sie auch besser. Nur winn ich eben eine Fährte mache, meine Hündin das geschirr anlege und ihr kurz vor dem Abgang das Kommando "Sitz" gebe und anschließend dann das Kommando "Such" gebe, dann stürmit schnell rein.
ich würde dir - falls nicht wieder zurück zum injedentritteinleckerli - Winkeltraining, d.h. Richtungswechsel an Richtungswechsel und dazwischen Schlangenlinien als Trainingsfährten empfehlen. Das erhöht die Konzentration u. bremst das Tempo.
Also, ich habe keinen Mali, aber würde Dir empfehlen, zuerst das Geschirr wegzulassen. Leg die Leine unten durch die Beine. Lege nun etwas mehr Leckerlie auf die Fährte, gestalte sie abwechslungsreich.
Ich habe meinen Hund nur so langsamer bekommen. Und mir hat mal jemand gesagt, der Hund ist nur so schnell, wie Du es zuläßt.....
Du könntest auch die Filmdöschenmethode nutzen oder aber die Leckerlies ( kommt drauf an, welche Du nimmst) in die Fersenvertiefung drücken.
Viel Erfolg
Steini
Hallo Randolph,
ich würde das Futter oder Spielen erstmal generell jetzt weglassen.
Auf die Fährte würde ich alle 10-15 Schritt Gegenstände legen damit der Hund sich mehr konzentrieren muss. Teilweise 3 Schritt hinter die Winkel, da die Hunde dort meistens anfangen zu rennen weil ja die ersten Schritte nichts passiert. Und dann auch wie von Kiki beschrieben ständige Richtungswechsel.
Geschirr würde ich auch abnehmen - der Hund scheint damit etwas zu verknüpfen wie Du es beschreibst.
Zudem hört es sich so an, als würde das Fährten bei Dir immer nach dem gleichen Schema ablaufen. Vielleicht auch immer das gleiche Fährtengelände?
Fahr mit Ihr zur Fährte - legen der Fährte - wegfahren - und nach 30 Minuten wieder die Fährte anfahren und suchen lassen.
Gruss Juergen
old doggi
02.04.2007, 22:15
Mit dem Böttcher kommt Ruhe rein. Die Leine wird am Böttcher (unterm Bauch) befestigt. Die Leine darf rechts oder links neben oder auch zwischen den Hinterpfoten nach hinten geführt werden ! Durch den Riemen zum Halsband wird dem Hund bei stramm werden der Leine der Kopf nach unten gehalten.
Risiko: Bei sehr sensiblen Hundis lange Eingewöhnungszeit und wenn der Hund anfängt zu kreisen Leine tief und locker halten , sonst könnte Hundi sich ein wenig verheddern
Vorteil : Wenn Du nicht rennst , dann ruhige ( weil muß) Suche
Leg ihr normal Geschirr auf und dann entweder Stachel+zusätzliche Leine mittels kurzen Impulsen sie ausbremsen oder evtl Schlinge....je nachdem wie dein Hund gelagert ist.Man kann auch das normale Kettenhalsband richtig kurz angelegt nehmen.
Und eins solltest du vllt noch wissen...durch das "sitz" verursachst du einen Triebstau...den sie natürlich durch das "such" auflöst---sprich sie stürmt los weil sie ja auch suchen will......versuch mal sie am Abgang stehen zu lassen und dann ein ganz unterschwelliges "such".......
Und solange der Hund nicht vernünftig und ruhig sucht bist du natürlich neben deinem Hund und nicht dahinter.
Schräg weg vom Abgang oder auch nur kurz grade und dann Schlangenlinien können auch behilflich sein einen Hund ruhiger und intensiver zu machen.
Sorry....aber bei aller Liebe....sie muß wissen das auch du in der Fährte das sagen hast.
Gruß
Anja
Supermali
03.04.2007, 00:11
Achtung, Stachel kann ausser "bremsen" natürlich auch "aktivieren" und deine Hündin wird dadurch erst recht an diesem "Formel 1-Rennen" teilnehmen wollen :rolleyes:
Wirklich bremsen würde ich hier durch Abwechslung der Fährte und vor allem durch Aktionen, die sie nicht voraussehen kann und erst "verarbeiten" muss, z.b. vergrabene Döschen usw, die ihre Aufmerksamkeit erweckt und sie fordert (und damit bremst, weil ihr Interesse geweckt wird).
Meine Hündin ist auch so ein Ackergräber... Dadurch das ich nun einen guten Kollegen hab der mit mir Fährten geht hat er mir folgenden Fehler aufgezeigt:
Zu dichter Schrittabstand beim Legen beschleunigt den Hund da zu einfach!
Ich leg jetzt die Fährte so als ob ich ganz normal zu Fuß unterwegs bin, kein in den Boden stampfen, keine kurzen Schritte.
Winkel leg ich mehr als vorgeschrieben, Gegenstände 3.
Seit ich so lege, muß mein Hund arbeiten! Und wird deutlich langsamer.
Mike und die Schäfis
03.04.2007, 10:43
Ich bekam für meinem Fährtenraser einen Tipp, der sehr gut funktioniert.
Allerdings bin ich erst im Aufbau, aber auch bei einem älteren Hund sollte das klappen, da man, gerade beim Fährten, immer wieder zum Anfang zurückkehren kann.
Ich nehme bei Chaos einen frisch gepflügten Acker (was langsam problematisch wird, da alle Äcker bestellt werden) und gehe im 90° Winkel zu den Schollen und nur am Tiefpunkt liegt dann ein Lecker.
Ist zwar schwierig zum Legen, damit kein Fährtenabriss entsteht.
Schon bei der 2ten Fährte konnte ich ohne Geschirr (war zum Bremsen absolut notwendig, wobei der Oppositionseffekt eintrat und er noch mehr zog, dass er auf den Ellenbogen der Vorderläufe über die Fährte ist), nur mit Kettenhalsband, Leine unterm Vordelauf, fast ohne ziehen, fährten.
Bei Fame hat sich das Böttger sehr positiv gezeigt, das muss man schließlich und endlich auf jeden Hund abwägen, was der bessere Weg ist.
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