FixundFoxi
02.04.2008, 23:06
steht heute ( 3.4.2008) in unserer Tageszeitung : (Quelle: HAZ onlineausgabe vom 2.4.2008):
Gentest beugt Hüftleiden bei Hunden vor
Tierärztliche Hochschule entwickelt neues Diagnoseverfahren / „Wichtig für Zucht und Tierschutz“
Von Juliane Kaune
Großer Erfolg für die Forscher der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo): Das Team um Prof. Ottmar Distl vom Institut für Tierzucht und Vererbungsforschung hat die genetischen Ursachen der häufigsten Gelenkerkrankung bei Schäferhunden entdeckt. Zugleich konnten die Wissenschaftler einen Gentest entwickeln, mit dem sich die sogenannte Hüftgelenkdysplasie (HD), von der auch andere Hunderassen betroffen sind, schon im Welpenalter zuverlässig diagnostizieren lässt. Das sei weltweit noch keiner anderen Forschergruppe gelungen, sagt Distl.
Mithilfe des Tests könne geholfen werden, bei der Hundezucht das Hüftleiden einzudämmen, erklärt Distl. Er präsentierte seine Ergebnisse gestern bei einer Fachtagung an der TiHo, zu der 200 Hundezüchter und Tierärzte gekommen waren. Anhand eines einfachen Bluttests können Züchter schon wenige Wochen nach der Geburt eines Hundes erfahren, ob dieser die Veranlagung zu HD in sich trägt – und dieses bei ihren Zuchtprogrammen berücksichtigen. Das auf diese Weise gezielte Zurückdrängen der Krankheit diene aber nicht nur dem Zuchterfolg, betont Distl: „Die weitestmögliche Eleminierung dieser schmerzhaften Krankheit ist auch ein wichtiger Beitrag zum Tierschutz.“
Der neue Test könne die seit den sechziger Jahren etablierte Röntgendiagnose ablösen, mit der HD bisher festgestellt wird, erklärt Distl. Mit dieser Methode seien – anders als beim Gentest – keine sicheren Voraussagen darüber möglich, ob ein erkranktes Tier die Anlagen für HD an seine Nachkommen weitergeben wird. Etwa 20 Prozent der Schäferhunde und bis zu 40 Prozent der Hunde anderer Rassen leiden an HD. Die Krankheit entsteht durch das Zusammenwirken vieler Gene und komplexer Stoffwechselvorgänge. Aus Sicht von Clemens Lux, Direktor des Vereins für Deutsche Schäferhunde, hat HD nichts mit Überzüchtung zu tun. Auch bei wildlebenden Wölfen sei die Krankheit bereits festgestellt worden.
Für die Entwicklung des zum Patent angemeldeten Gentests haben die TiHo-Forscher 1500 Schäferhunde untersucht. Ziel sei es, den Test im Laufe dieses Jahres so aufzubereiten, dass er Zuchtvereinen angeboten werden könne, sagt Distl. Auch für andere Hunderassen sollen die Erkenntnisse genutzt werden. Zudem wollen die Forscher aufgrund ihrer Erkenntnisse neue Therapieansätze und Vorbeugemaßnahmen für HD entwickeln. Bisher werden besonders betroffenen Hunden künstliche Hüftgelenke eingesetzt.
ist eigentlich nur noch die Frage, wann das ganze für ED, Spondylose etc. kommt. Gut, das Statement von Lux halte ich für unpassend, weil eben durch zu enge Verpaarung die Gene stärker hervortreten, aber im Grunde ist das doch genial.
Gentest beugt Hüftleiden bei Hunden vor
Tierärztliche Hochschule entwickelt neues Diagnoseverfahren / „Wichtig für Zucht und Tierschutz“
Von Juliane Kaune
Großer Erfolg für die Forscher der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo): Das Team um Prof. Ottmar Distl vom Institut für Tierzucht und Vererbungsforschung hat die genetischen Ursachen der häufigsten Gelenkerkrankung bei Schäferhunden entdeckt. Zugleich konnten die Wissenschaftler einen Gentest entwickeln, mit dem sich die sogenannte Hüftgelenkdysplasie (HD), von der auch andere Hunderassen betroffen sind, schon im Welpenalter zuverlässig diagnostizieren lässt. Das sei weltweit noch keiner anderen Forschergruppe gelungen, sagt Distl.
Mithilfe des Tests könne geholfen werden, bei der Hundezucht das Hüftleiden einzudämmen, erklärt Distl. Er präsentierte seine Ergebnisse gestern bei einer Fachtagung an der TiHo, zu der 200 Hundezüchter und Tierärzte gekommen waren. Anhand eines einfachen Bluttests können Züchter schon wenige Wochen nach der Geburt eines Hundes erfahren, ob dieser die Veranlagung zu HD in sich trägt – und dieses bei ihren Zuchtprogrammen berücksichtigen. Das auf diese Weise gezielte Zurückdrängen der Krankheit diene aber nicht nur dem Zuchterfolg, betont Distl: „Die weitestmögliche Eleminierung dieser schmerzhaften Krankheit ist auch ein wichtiger Beitrag zum Tierschutz.“
Der neue Test könne die seit den sechziger Jahren etablierte Röntgendiagnose ablösen, mit der HD bisher festgestellt wird, erklärt Distl. Mit dieser Methode seien – anders als beim Gentest – keine sicheren Voraussagen darüber möglich, ob ein erkranktes Tier die Anlagen für HD an seine Nachkommen weitergeben wird. Etwa 20 Prozent der Schäferhunde und bis zu 40 Prozent der Hunde anderer Rassen leiden an HD. Die Krankheit entsteht durch das Zusammenwirken vieler Gene und komplexer Stoffwechselvorgänge. Aus Sicht von Clemens Lux, Direktor des Vereins für Deutsche Schäferhunde, hat HD nichts mit Überzüchtung zu tun. Auch bei wildlebenden Wölfen sei die Krankheit bereits festgestellt worden.
Für die Entwicklung des zum Patent angemeldeten Gentests haben die TiHo-Forscher 1500 Schäferhunde untersucht. Ziel sei es, den Test im Laufe dieses Jahres so aufzubereiten, dass er Zuchtvereinen angeboten werden könne, sagt Distl. Auch für andere Hunderassen sollen die Erkenntnisse genutzt werden. Zudem wollen die Forscher aufgrund ihrer Erkenntnisse neue Therapieansätze und Vorbeugemaßnahmen für HD entwickeln. Bisher werden besonders betroffenen Hunden künstliche Hüftgelenke eingesetzt.
ist eigentlich nur noch die Frage, wann das ganze für ED, Spondylose etc. kommt. Gut, das Statement von Lux halte ich für unpassend, weil eben durch zu enge Verpaarung die Gene stärker hervortreten, aber im Grunde ist das doch genial.