Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fährtenjunkie?!
Hallo ihr lieben Fährtengurus!
Nachdem ich nun wunderbar die Fährtenbücher gelesen habe und mit dem Abgang angefangen, lege ich nun auch Geraden von ca. 30-40 Schritten.
Als ich das zweite mal einen Abgang getreten habe, konnte sie noch vom Auto aus zusehen. Da fing sie schon an zu schreien wie verrückt. Jetzt habe ich das Auto einfach mal ausser Sicht geparkt, konnte sie aber trotzdem hören. Die weiß genau, was ich vorhabe. Von wegen Ruhe ist da nichts zu holen. Sobald sie am Ansatz ist wird es besser. Das Schreien hört auf, die Nase ist tief. Allerdings würde sie drüberfliegen wenn ich nicht in der Leine hängen würde (bei 11kg). Selten, dass sie trotz der Geschwindigkeit einen Tappen nicht nimmt. Ich fährte mit Fleischwurst (kleinfingernagelgroß und sehr dünn) und sie ist auch nicht ausgehungert.
Heute waren wir nach dem Fährten noch auf der Wiese, auf der ich vorgestern gelegt hatte. Sie ist die ganze alte Fährte selbstständig und ziemlich ruhig abgelaufen. Ich habe sie nicht angesetzt. Sie ist zum Abgang geschossen und hat losgelegt, frei.
Was würdet ihr tun? Auf TroFu wechseln, nicht mehr jeden Tappen? Die ganze Sache ist definitiv viel zu hektisch. Oder meint ihr, dass legt sich noch?
Renegade
30.07.2008, 21:46
Wie hast du denn die Schritte gelegt? Einen nach dem anderen wie eine Schnur oder schon die normale Schrittlänge und Abstand?
Ich konnte meinen zu Beginn mit der Schrittlänge ein wenig steuern um ihn zu bremsen:)
Einen nach dem anderen, ohne Abstände.
Renegade
30.07.2008, 22:18
Dann versuchs einfach mal mit der Schrittlänge rumzuspielen.
Mach einfach mal 10 Schritte hintereinander so wie bisher, dass dein Hund weiss...AHA, eine Fährte....auf einmal wird die Schrittlänge grösser so muss sich dein Hund besser anstrengen um die Leckerchens zu finden (sollte auch mit tiefer Nase kein Problem sein:))
Dann kannst du auch ruhig hergehen und die Schritte nach weiteren 10 Schritten ein bisschen "aufzumachen" also setz die Schritte versetzt, nur eben nicht normale Gehbreite, sondern eben dass es merkbar ist.
Ich denke Trieb haste genug auf der Fährte, so dass du jetzt schon langsam in die Richtung sauberer arbeiten gehen kannst.
Wenn du merkst dass dein Hund nicht mehr sucht gehste eben wieder einen Schritt zurück.
Alternativ kannst du auch die Leine zur Unterstützung ein bisschen um den Bauch machen (Darcy glaub ich hatte da ein Bild mal hier reingestellt wie das aussehen soll). Das bremst auch ein wenig:)
Supermali
30.07.2008, 23:05
Hi Julia
Die weiß genau, was ich vorhabe.
Darauf kannst du direkten Einfluss nehmen, nämlich dafür sorgen, dass sie das nicht mehr wissen kann. Eigentlich ist es ja genial, dass sie schon weiss, um was es eigentlich geht, aber daraus folgt eben ihre Steigerung in die "Oberflächlichkeit", weil sie möglichst schnell alles will.
Leg die Fährte an einem völlig neuen Ort während sie zu Hause ist und führe sie quasi "per Zufall" dahin, ohne Vorbereitung. Durch den Erfolg auf der Fährte wird sie sich selbst bestätigen und verknüpfen, dass auch "aus dem Nichts" plötzlich eine derart geniale Spur kommen kann und durch solche Erfahrungen wächst auch die Konzentration auf die Fährte, d.h. sie wird automatisch und im eigenen Interesse "langsamer", sie möchte ja nichts verpassen ;)!
Alles andere würde ich (so wie du das Suchverhalten deiner Hündin beschrieben hast) vorerst so lassen: Wurst in jedem Tappen, nicht hungern lassen, "Autobahnschritte" und mit der Leine (für mich am besten am [Ketten-] Halsband) deine Geschwindigkeit durchsetzen.
Danke für die Tipps erstmal.
@Thomas: Das werde ich mal probieren, irgendwo eine Fährte legen und dann "zufällig" dort vorbeilaufen...
@Renegade: Wenn ich die Schritte aufmache, fängt sie dann nicht an zu pendeln?
Lola hängt sich auch dermassen in die Leine, dass sie kaum noch Luft bekommt. Wenn das nicht besser wird, pausiere ich erst und lasse sie etwas älter werden.
@ July75
Ich mache Fährtenarbeit mit Dante immer zu zweit. Ich lege die Fährte Dante bleibt dann in 10 M Entfernung bei Susanne und kann zu sehen, er bleibt dabei immer ganz ruhig.Setze Ihne dann an und er legt dann los, er ist dann immer gierig und überläuft auch schon mal was, aber er sucht dann meist die Fährte von der anderen Seite nochmals ab, so das er dann eh alles findet.
Karin Engler
31.07.2008, 10:49
Julia,
ich würde keine gerade Spur legen, sondern generell Kurven.
Gruß
Karin
@asap: Das funktioniert überhaupt nicht, wenn sie in Sicht ist. Wie gesagt, die schreit und steigert sich so in einen Hype, dass ich es dann ganz lassen könnte. So wei ich das verstanden habe, sollte man den Hund nicht überlaufen lassen sondern einfach bremsen. Ich bleibe dann stehen ohne irgendwelche verbalen Einwirkungen.
Schwieriges Feld, der eine sagt, am Ende oder kurz vorher von der Fährte nehmen, der andere meint, man solle einen Jackpot deponieren, der andere läßt den Hund auf der Fährte zurücklaufen.
Jackpot gibt es nicht, ich denke dann dreht sie noch höher. Stattdessen lasse ich sie auf der Fährte zurückgehen, da sie es so anbietet und gehe dann ruhig mit ihr kurz vor dem Ansatz weg von der Fährte. Sprechen tue ich mit ihr während des fährten noch gar nicht.
@Karin: Danke, werde ich machen. Keine Macht der Gwohnheit, richtig?
Karin Engler
31.07.2008, 11:27
@Karin: Danke, werde ich machen. Keine Macht der Gwohnheit, richtig?
Warum soll sie langsam machen? Sie weiß schließlich, dass es immer gerade aus geht!
Ich würde auch kein stark riechendes Futter nehmen und die Bröckchen in den Boden drücken.
Karin
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