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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Ab welchem Alter Agilitytraining angefangen



Thela
14.04.2009, 18:35
Hallo,

mit welchem Alter des Hundes habt ihr mit dem Agilitytraining angefangen? Und wie habt ihr anfangs trainiert?

Rasputin
14.04.2009, 19:43
Die Geräte (Steg, Wippe und Tunnel) durfte Jasko schon in der Welpen bzw. Junghunde"klasse" der normalen BH-Gruppe beschnuppern und betreten. Natürlich nur mit Guddis und gut abgesichert.

Wirklich Agility haben wir mit ca. 1 Jahr angefangen. Die Stangen lagen zuerst auf dem Boden bzw. waren bei der untersten Stufe. Wir haben Agility gleich mit Tempo angefangen. Also viele Geraden, damit der Hund die Abstände kennen lernt.

Nach und nach wurden die Stangen dann höher gestellt und die Geräte (mit Zonentraining) kamen dazu.

Den Slalom haben wir mit der Gasse - also wieder mit Tempo - geübt.


Ich denke, dass 1 Jahr ein gutes Alter ist, um mit Agi zu beginnen. Vorher würde ich auch zukünftig nur die Geräte kennenlernen - ohne Zone oder so was!

Biggy

waldschrat
14.04.2009, 21:55
Meine ist schon als Welpe durch "leere" eng beieinander stehende Hürden-AUSLEGER gelaufen, damit sie weiß, was ihr Weg ist. Die Stangen legte ich gaaaaanz langsam immer höher. Eigentlich fing sie mit allem schon recht früh an, aber nur einzelnes und gezielt. Und natürlich nur wenige Minuten!

Dulzinea78
16.04.2009, 14:27
Wir haben mit dem Agility angefangen als Dulzi 11 Monate alt war. Aber wir haben jetzt im Verein einige Welpen die spielerisch schon auf's Agility vorbereitet werden. Es gibt da ja soooooo viele Möglicheiten.

Mit meinem Dulzi bin ich eigentlich durch Zufall auf's Agility gestossen und da wusste ich ja noch gar nicht ob mir, bzw. uns dieser Sport überhaupt gefällt.

Hätte ich wieder einen Welpen würde ich aber auch schon von klein auf die "Erziehung" im Hinblick auf's Agility ausrichten, denn später hat man es dann wahrscheinlich etwas leichter.

Natürlich sind hohe Sprünge, etc. tabu, aber das muss ich bestimmt nicht extra erwähnen ;-)

LG Dani

Cindy
16.04.2009, 14:29
Alter:

Yanta - 10 Monate (large mit 58 cm)
Nele - 7 Monate (large mit 66 cm)
Wusch - 7 Monate (small mit 29 cm)

Trainingsstart:

Yanta: schweigen wir mal lieber, so würde heute kein vernünftiger Trainer mehr anfangen. Hat aber nichts mit dem Alter zu tun, wir haben schon drauf geachtet, dass sie bsp. nicht volle Höhe springt, die Wand niedriger ist usw.
Aber der generelle Aufbau :(

Nele: Stangen ganz niedrig, quasi auf dem Boden - da sie aber bereits über diese Stangen drüber ist, als wären es 70 cm Sprünge, blieben die Stangen ganz weg - "typisches Sprungtraining"
sehr viel Führtraining
Kontaktzonen so was in Richtung rot-grün, allerdings noch nicht so richtig mit Plan, eher noch "Try and Error"-Stadium was Trainer und HF betrifft
Slalom - Gasse - da war das "Try and Error"-Stadium beim HF (also bei mir) schon vorbei, da ich mit Yanta bereits einen Neuaufbau am Slalom über Gasse durchgezogen hatte


Wusch:
Kontaktzonen rot-grün von hinten aufgebaut
Slalom über Gasse
Sprungtraining - die aktuell noch übliche "Variante" - also nicht wirklich als solches zu bezeichnen
Führtraining, und das viel viel viel

Aufgrund meiner bisherigen Erfahrungen wird mein nächster Hund folgendermassen aufgebaut:

- Kontaktzonen rot-grün von hinten aufgebaut, Beginn etwa 5-7 Monate, vielleicht auch schon etwas früher
- Slalom - abhängig vom Temperament und Wesen des Hundes über Gasse oder alternativ über Clickern/Free Shaping - je durchgeknallter der Hund, desto eher über Clicker in der Hoffnung, dass der Hund rechtzeitig lernt, das Gehirn einzuschalten und vor dem Slalom den Gang rauszunehmen (nein, die angeknacksten Stangen unseres Gassenslaloms gehen ausnahmsweise NICHT auf Nele's Konto)
- Sprünge - gezielter Aufbau entweder nach Clothier oder nach Mecklenburg. Im Moment favorisiere ich Clothier. Nicht unter 13-14 Monaten und schon gar nicht mit zu flachen Stangen oder nur durch Ausleger rennen > das habe ich einmal gemacht - weil ich möglichst früh anfangen wollte :(
- Führtraining - je nachdem evtl. mit Pylonen

taschbert
16.04.2009, 14:42
Finde Cindys Plan super.

Vorallem sollte man nebenher an anderen Tagen auch am Gehorsam und der allgemeinen Führigkeit feilen

Gut, meiner ist etwas zu sehr auf mich fixiert für Agipurposes, aber andere Hunde die erwachsen anfangen und sonst nix können, die machen dann halt auch öfter Freestyle oder gucken was die anderen machen. Anstrengend


Ich hab zB auch die Hindernisse vom THS gemacht, so kannte der Hund die Kommandos.
Ohne zB Hindernis mit Stange auf dem Boden zu lernen.
Das halte ich nicht für Produktiv, weil der Hund ja nur lernt schnell zu werden, nicht aber einzuschätzen wie es Höhe, Flugrichtung, Kurve danach etc in Griff bekommt

Slalom würde ich auch früh anfangen
Ebenso wie Kontaktzonen

Thela
16.04.2009, 15:19
Na, das sieht ja fast aus, wie bei mir.

Mit Mandy habe ich Agility kennen gelernt. Sie war damals 15 Monate, sprang am Anfang halbe Höhe und über die Kontaktzonengeräte wurde sie geführt. Den Slalom lernte sie mit Leckerchen geführt kennen. Würde, glaub ich, heute niemand mehr machen. Sie nimmt den Slalom heute aber trotzdem ziemlich flüssig, trotz ihrer Größe (63 cm). Sie arbeitet nicht sehr schnell, aber genau. Schon ein Raunen im Publikum bei einem Fehler und sie nimmt sofort Blickkontakt auf, so nach dem Motto, was hab ich falsch gemacht.

Mila war 10 Monate, wurde auch über die Kontaktzonen geführt, aber mit Stop 2rot,2grün; Gassenslalom, Hürden mit der Stange auf dem Boden. Reisst aber trotzdem kaum eine Stange. Sie traut aber keinem fremden Steg:eek:. Aber es wird besser.

Ja, und mit Cara möchte ich in etwa so anfangen, wie Cindy mit ihrem nächsten Hund, bin mir aber noch nicht sicher, ob die Hürden mit Stangen auf dem Boden oder erst später mit aufliegender Stange.

Wäre über weitere Erfahrungsberichte dankbar.

Cindy
16.04.2009, 15:51
@Resi

da ich ja "dank" Nele einschlägige Erfahrungen mit dem Thema "Probleme beim Springen" machen "durfte", habe ich mich damit in den letzten Jahren doch so ziemlich auseinandergesetzt. Und dabei ist mir eines aufgefallen - Wörter wie "Stangenschubser" und "Stangenfleddern" kamen erst in der "zweiten Agi-Generation" so richtig auf. Also zu einem Zeitpunkt, als die ersten Agi-Sportler mit ihren Zweithunden begannen - und idR alle nach dem Motto "früh übt sich - wir können ja die Stangen ganz niedrig lassen oder auch ganz weg".

Die Hunde eignen sich idR keine wirklich optimale Sprungtechnik an, da sie zu Anfang nicht wirklich an den Sprüngen gefordert werden. Sie können einfach "drübersaussen". Und das behalten sie später bei den hohen Sprüngen häufig bei -> Stangenschubser.

taschbert
16.04.2009, 16:07
Cindy hinzufüg:

zumal Malis ja oft dazu neigen im Agi noch schneller und weoter springen zu wollen.. Da wird es aber eher noch flacher und sie reissen.

Ich pers. würde es erst mit richtigen Hürden machen. Denn den kleinen Rackern das hinterher wieder abzugewöhnen NICHT durchzubrettern ist denke ich schwieriger als ihnen das Springen beizubringen

Die Führigkeit/Wendigkeit kann man ja mit Pylonen etc üben