PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Agility Erstes Mal Hallentraining mit Beast



Meute
09.12.2009, 11:14
Hallo!

Gestern war ich mit Beast bei einer bekannten Trainerin zum Agi-Training.
Es war für Beast das erste Mal, dass er in einer Halle zum Training war und ich war gaaaaaanz leicht angespannt in Erwartung dessen, wie er sich benehmen würde http://www.hollandse-herder-forum.de/images/smilies/002.gif

Als die Trainerin mit der Parcoursaufstellung begonnen hat, wär ich am liebsten gleich wieder heimgefahren. Es waren nicht nur ein paar Geräte (so wie es eigentlich unserem momentanten Leistungsstand entsprechen würde), sondern gleich ein kompletter Parcours mit entsprechend schwierigen Sequenzen und erforderlichen Wechseln, die wir in der Art und Weise noch nie geübt haben.
Kontaktzonengeräte und Slalom haben wir ausgelassen (Beast ist ja erst 9 Monate), aber ansonsten sollten wir alles so laufen, wie die Fortgeschrittenen (natürlich mit Stangen am Boden).
Na, mehr als schief gehen konnte es ja nicht, hab ich mir gedacht, die Flucht hab ich also erstmal aufgeschoben. http://www.hollandse-herder-forum.de/images/smilies/013.gif

Beim Aufwärmen war ich das erste Mal schon positiv überrascht, ich spielte mit ihm zwischen den anderen Hunden, er zeigte sich total unbeeindruckt von der fremden Umgebung, den Leuten, den Hunden und war wie gewohnt mit seiner ganzen Aufmerksamkeit bei mir. http://www.hollandse-herder-forum.de/images/smilies/016.gif
Ich hatte ja ganz ehrlich erwartet, dass er sich viel gestresster zeigen würde und seine Nerven eventuell mit ihm durchgehen http://www.hollandse-herder-forum.de/images/smilies/014.gif - aber abgesehen von einer leichten, anfänglichen Nervosität (die er sicher von mir übernommen hat), hat er sich benommen wie ein Vollprofi http://www.hollandse-herder-forum.de/images/smilies/004.gif .

Bei den Übungen selbst war ich dann wirklich total überrascht - denn er hat seine Sache so gut gemacht, wie ich es besser nicht hätte erwarten können. Hat alle Sequenzen sauber gearbeitet, die Michi hat uns gelobt, weil er so schön aufpasst und nur Augen für mich hat.
An ein paar Stellen mussten wir die Wechsel noch sauberer rausarbeiten, aber er ließ sich super führen und hat alles Neue sofort umsetzen können. Seine Ausdauer hat mich begeistert, hätte nicht gedacht, dass wir schon so weit sind, 8 bis 15 Geräte in einem durch zu absolvieren!
Beast war bei allen Übungen mit so einem Feuereifer dabei, man hat ihm richtig angemerkt, wie toll er es findet, dass er endlich mal "mehr" arbeiten darf als nur 3, 4 Hürden.

Ich glaube, ich habe ihn gewaltig unterschätzt - und daher vielleicht sogar ein wenig unterfordert (beim Agi). Rein vom Gefühl her würd ich sagen, dass er gestern endlich mal seinem Stand entsprechend gearbeitet wurde, denn er wirkte wirklich ausgelastet und total zufrieden http://www.hollandse-herder-forum.de/images/smilies/002.gif
Und ich war natürlich super stolz auf ihn! :-))

Cindy
09.12.2009, 14:29
(natürlich mit Stangen am Boden).

Ich hoffe, Du weisst, was Du tust.

waldschrat
09.12.2009, 15:07
Was würdest du daran anders machen und warum?
Mach ich nicht anders und seh, daß die Tendenz dahin geht, von klein auf dem Hund zu lehren, zwischen den Auslegern durch zu müssen.

Cindy
09.12.2009, 15:31
@Waldschrat

nun, ich sehe hier bei uns im Süden eher die gegenteilige Tendenz.

Aus einem ganz einfachen Grund. Gerade schnelle Hunde, die von klein auf lernen, durch Ausleger durchzulaufen, ohne Stangen dazwischen bzw. Stangen auf dem Boden, neigen später dazu, "Stangenschubser" zu werden.
Ich habe selbst so einen Hund - mit 7 Monaten angefangen, Stangen auf dem Boden, da ja junger Hund. Inzwischen ist sie 8,5 Jahre und ausser der Tatsache, dass es mich viel Geld und Zeit gekostet hat, zu versuchen, diesem Hund nochmal einen vernünftigen Sprungstil anzutrainieren, der keine Ähnlichkeit hat mit "ich holze alles nieder, was irgendwie aussieht wie eine Stange, Hauptsache ich rase wie bekloppt durch die Ausleger", hat das zu frühe Anfangen rein gar nichts gebracht. Nun ja, man könnte sagen, ich habe mich im Thema "Sprungtraining" erheblich weitergebildet. Ist vielleicht auch was wert.

Ich hab ja nun dank diesem Hund rumgehört, und zwar nicht nur in D. Und mir dazu auch alle möglichen Links und Bücher organisiert, bei denen es um das Thema Sprungtraining, und nur Sprungtraining geht. Allgemeiner Tenor ist "die Hunde, die zu lange nur über Stangen am Boden rennen, neigen später deutlich mehr dazu, viel zu flach zu springen, eine miserable Sprungtechnik zu entwickeln und einfach mal die Stangen wegzufleddern".

Zumal es nun wirklich auch nicht sein muss, die Gelenke eines jungen Hundes mit schnellen Wendungen und engen Kurven zu belasten. Und die sind trotz Stangen auf dem Boden noch vorhanden. Auch einen Holländer kann man in dem Alter anders auslasten als mit Agi.

Nun ja, ich habe meinen Teil gelernt - mir sind meine Hunde zu wichtig, um sie früh kaputt zu machen. Muss aber jeder selbst wissen.
Inwieweit die Schulterprobleme und gerissenen Bänder meines Chaostierchens letztendlich mit dem viel zu frühen Aufbau zusammenhängen, weiss ich nicht. Kann mir aber gut vorstellen, dass die Belastung im Agi in dem Alter durchaus nicht förderlich war.

Ich für mich weiss auf jeden Fall eines. Vor 13-14 Monaten wird mein nächster Hund keinen Ausleger sehen. Und das reicht dann immer noch, um mit dem Hund mit 18-20 Monaten auf Turnieren starten zu können.

Slalom als Gasse geradeaus und Kontaktzonen ganz flach, reines Stehen am Ende kann man durchaus schon früher anfangen zu trainieren. Wobei auch der Slalom bei gezieltem Training innerhalb von ein paar Wochen "sitzt".

Slalom bei einem 15 Monate alten Hund nach 4-5 Trainingseinheiten, noch ohne richtig Tempo zu machen:
http://www.youtube.com/user/Toeltally#p/u/0/D579_dpIDxs

taschbert
09.12.2009, 15:35
sehe ich auch so, Cindy
Willi hat auch erst nach der BH sogar angefangen.. Gut, wir trainieren auch nur einmal die Woche und starten erst nächstes Jahr.. Aber soviel Wettkampfehrgeitz hab ich auch nicht zumal er ja auch so oft genug irgendwas startet..

Frieda macht noch kein Agi. Erstens zu jung, zweitens nicht genug Gehorsam, drittens Wintersaison bei dem Alter mir zu gefährlich, viertens keine Trainingsgruppe.

Sollten wir nächstes Jahr ne Gruppe frei haben ist auch sie vielleicht noch mit Agi dran.

Gesundes Mittelmass finde ich gut: Weder zu jung anfangen mit durch die Stangen brettern, noch zwar aslt genug aber dafür absolut NULL Grundgehorsam....

Beaglepower2
09.12.2009, 18:29
Hallo
Dein wievielter Hund ist das im Agi?

Meute
10.12.2009, 08:23
Oh je, langsam vergeht mir wirklich die Lust bzgl. dem Agi hier noch was zu posten.. :p

Über die gesundheitlichen Aspekte und meinen Erklärungen dazu, verweise ich aus purer Faulheit :cool: auf meine bisherigen Fotothreads.
Dazu möchte ich noch sagen, dass ich ja nicht vorhabe, jedes Training so zu gestalten, wie dieses Gasttraining. Aber es war schön zu sehen, dass er schon so viel kann und das Zusammenspiel zwischen uns super geklappt hat.


@ Cindy

Ich habe schon viele Hunde so aufgebaut und bisher haben wir keinen einzigen Stangenschmeißer herangezogen.
Es kommt darauf an, wie ich dann beginne, die Stangen zu erhöhen.
Wenn ich von heute auf morgen einfach die Stangen auf 10 cm lege, ist es klar, dass der Hund alles abräumt, weil er nicht die Gelegenheit hatte, das Springen zu lernen.
Man muss dem Hund das Springen extra lernen, damit er das richtige Sprungverhalten zeigt. Und das mache ich - bis die Stangen schließlich und endlich auf der vollen Höhe liegen - an einer Geraden. Ich fange bei einer Hürde an, arbeite mich weiter bis zu einer Geraden von 4 bis 6 Hürden. Hürdenhöhe pro Monat um 5 cm erhöhen. Ich arbeite zu Anfang nur an dieser Geraden, langsam baue ich dann Wendungen mit ein, also zwei Hürden im 45° Winkel zueinander aufgestellt. Für die Winkel setze ich kurzfristig die Stangen wieder tiefer, bis der Hund auch im Winkel ordentlich springt.
Sollte der Hund ein falsches Sprungverhalten zeigen (z. B. Hinterläufe unter den Bauch ziehen und nicht nach hinten ausstrecken), geht man wieder eine Höhe runter.

Das Führtraining parallel dazu findet weiter mit am Boden liegenden Stangen statt. Jeweils am Anfang und am Ende des Trainings wird an der Geraden gearbeitet.
Im Grunde fängt das Führtraining mit rauflegen der Stangen wieder von vorne an.


Zumal es nun wirklich auch nicht sein muss, die Gelenke eines jungen Hundes mit schnellen Wendungen und engen Kurven zu belasten.

Auch wenn ich es schon mehrmals erklärt hab - bei zweimal Training in der Woche von durchschnittlich 15 - 20 min sind kaum mehr enge Kurve und schnelle Wendungen dabei, als er bei den drei Spaziergängen pro Tag macht.
Ich hetz ihn da ja nicht rein, ich will dass er mit Konzentration und Ruhe arbeitet und seinem Alter entsprechend von der Belastung. Du kennst mich nicht, aber du kannst mir glauben - ich wäre die Letzte, die ihrem Hund einem gesundheitlichen Risiko aussetzt. :)


Auch einen Holländer kann man in dem Alter anders auslasten als mit Agi.

Das Agi ist sicher nicht seine Auslastung. Habe ich aber auch nirgendwo behauptet, oder?
Ich hatte nur geschrieben, dass ich bei diesem Training gemerkt habe, dass er viel zufriedener wirkte, als wenn ich ihn nach dem 3. oder 4. Gerät wieder raushole. Da hat er schon oft gefrustet, weil's ihm zu wenig war. Das bedeutet aber natürlich nicht, dass ich das Training in Zukunft immer so umfangreich gestalte.
Wobei "umfangreich" auch wieder ein dehnbarer Begriff ist. Wir haben dort zwei Sequenzen gemacht, die zwar deutlich länger waren, als wir es "Zuhause" machen würden, aber wir haben diese jeweils einmal in einem durch gearbeitet und dann kurz die Schwachstellen nochmal angesehen.


@ Beaglepower

Es ist mein vierter eigener Hund im Agi. Meine Agi-Trainerausbildung habe ich vor nun schon fast 11 Jahren gemacht und bin seitdem auch aktiv als Trainerin tätig.
Außer jetzt gerade - bin in "Karenz" wegen Beast :p

Rasputin
10.12.2009, 08:34
@Meute: Nimm so was doch nicht persönlich. Ich finde es immer wieder interessant, wenn verschiedene Sichtweisen aufeinander treffen.

Als ich Jasko damals aufgebaut habe, haben wir anfangs nur Geräte geübt. Ausleger und Stangen kamen erst dazu, als die Hunde körperlich so weit waren, leichte Sprünge zu absolvieren. Unsere Hunde haben nie gelernt einfach zwischen den Auslegern durchzurennen.

Anfangs wurden die Stangen einfach tief gesetzt, aber die Hunde mussten von Anfang an mitdenken.

Ob Martin heute noch so aufbaut, kann ich nicht sagen, da ich seit längerer Zeit nicht mehr trainiere. Das Zeitmanagement passt nicht mehr! :eek: Aber vermutlich laufen nicht umsonst viele seiner Schützlinge ganz oben mit!

Aber wie sagt man so schön: Viele Wege führen nach Rom, einige dauern einfach etwas länger! :megafrech:

Meute
10.12.2009, 08:45
@ Biggy

Nee, so ganz persönlich nehm ich's eh nicht.. nur ein ganz klein wenig. :o
Ich achte wirklich auf meinen Hund und würde ihm nie was zumuten, was ihm schaden könnte. Meine Güte, ich gehör doch eher zur hysterisch-überbesorgten Sorte und bin von den Überehrgeizlern meilenweit entfernt :D


Ich denke, was den Aufbau betrifft, soll es jeder so handhaben, wie es für ihn am Besten erscheint. Es gibt da ja immer wieder Diskussionen wie und wann man beginnen sollte und sicherlich hat jede Methode ihre Vor- und Nachteile.
Ich persönlich würde mir aber nie anmaßen, eine oder meine Methode als die ultimative Wahrheit zu verkaufen.
Wie du so schön sagst, viele Wege führen nach Rom ;)

Beaglepower2
10.12.2009, 14:16
Hallo
Ich sag mal ganz klar: Absolutes Reizthema.
Ohne Wertung.
Es gibt unerfahrene Agilaner die ihre Hunde ab 4 Monaten aufbauen, und seit Jahren erfahrene Agilaner welche das auch tun. Und dann gibt es auch noch Unterschiede bei den Erfahrenen.
Dann gibt es auch noch Hundesportler welche nur einen Hund mit Papiere kaufen, da sie bei der WM starten wollen. Und dann OH Schreck bekommt dieser Hund von der Züchterin keine Papiere. Da kein anerkannter Wurf.
Der Hund wird nun von der Freundin geführt. :daumen:
Und ich denke das weiß jeder: falschen Ergeiz bügeln die Hunde mit ihrer Gesundheit aus. Egal in welcher Sportart.
Jeder Sportler entscheidet für sich und seinen Hund.
Ich habe für mich entschieden nicht unter 12 Monaten Agi zu machen. Vielleicht auch erst später.
Meiner Meinung nach ist es sehr schwer festzustellen wann gesundheitliche Schäden wodurch auftreten. Zu frühes Training? Zu unerfahren? Genetisch?
zu ergeizig? man wußte es nicht anders? falscher Trainer?

Meute
10.12.2009, 18:05
@ Beaglepower

Da geb ich dir absolut Recht. In Allem.

Für mich steht fest: die Gesundheit meines Hundes steht an erster Stelle. Ich habe weder das Ziel WM noch den Superehrgeiz immer vorne mitlaufen zu wollen.
Ich habe mir diesen Hund ja nicht nach dem Sport ausgesucht, den ich machen will. Bin mit meinen andern drei immer just for fun gelaufen, mit dem Senior auch Turniere, aber immer hinten dran gewesen, weil er einfach ein gemütlicher Läufer ist ;). Mit dem Pinscher und klein-Yupi trainiere ich nur, da geht turniermäßig gar nichts - sind beides ehemalige Spanier, die Streß und Druck nicht aushalten. Macht auch nichts, Hauptsache wir haben Spaß.

Mit Beast ist es dasselbe, ich baue ihn jetzt schon auf, weil ich damit gute Erfahrungen gemacht hab. Gesundheit immer an erster Stelle, das Training immer nach dem Motto "alles mit Maß und Ziel".

Cindy
10.12.2009, 21:24
Auch wenn ich es schon mehrmals erklärt hab - bei zweimal Training in der Woche von durchschnittlich 15 - 20 min sind kaum mehr enge Kurve und schnelle Wendungen dabei, als er bei den drei Spaziergängen pro Tag macht.

Für mich ist es nach wie vor ein Unterschied, ob ich einen jungen Hund frei laufen lasse, oder ob ich ihn in einem Parcours, auch ohne Stangen, führe.

Aber ich schätze mal, darüber wird es immer geteilte Meinungen geben.

waldschrat
11.12.2009, 17:28
Für mich ist es nach wie vor ein Unterschied, ob ich einen jungen Hund frei laufen lasse, Wo, wie meinst das jetzt? oder ob ich ihn in einem Parcours, auch ohne Stangen, führe.

Aber ich schätze mal, darüber wird es immer geteilte Meinungen geben.

Wenn ich meinen Kleinen beobachte, wie er sich draußen frei bewegt, ist die Belastung in 1x Agi-Arbeit pro Woche (Training will ich´s noch nicht nennen),geringer, würd ich sagen. Oder wolltest du oben aussagen, daß ein Junghund bei dir nur auf geraden Wegen an der Leine geht?

Beaglepower2
11.12.2009, 17:35
Ich habe Junghunde beim Agi gesehen. Eindeutig krasser Unterschied. Viel belastender als das Toben. :grr: Bei denen die ich gesehen hab.
Das meinte ich mit Hundeführerabhängig/Erfahrung.

waldschrat
11.12.2009, 17:41
Und was haben die machen sollen?

Miriam
11.12.2009, 18:41
ich denke es ist jedes Tarining mit einem jungen Hund eine Frage von Maß und Vernunft;
und es gibt ja auch bei Schutz und Mondio unterschiedliche Ansichten, wann man anfangen soll und wieviel gemacht werden soll

aber bei meiner Maus - wenn die frei mit gleichstarken Hund getobt hat, würde ich sagen das belastet mehr als ein maßvolles Erlernen erster Schritte im Agility; und andere Malis spielen wohl auch eher wild, rennen voll speed, body check, haken schlagen, Fall zu boden im Galopp...

wenn meine jetzt als Erwachsene Agility trainiert belastet sie da natürlich auch; die Sportart trägt sicher Risiken für Gelenksabnutzungen oder Sehnen/Bandverletzungen; wenn ich sehe wie sich meine im Slamlom biegt, bei den Zonen stoppt, auf Hallenteppich auchmal rutscht...

es bleibt auch beim Erwachsenen Hund wichtig ein wenig mitzudenken bei unseren workoholics...

Miriam

Beaglepower2
11.12.2009, 20:23
Und was haben die machen sollen?
War ich gemeint? Nicht sollen, wollen. Schließlich hat man ja mit einem Vorgängerhund schon Agi gemacht.

waldschrat
11.12.2009, 21:01
War ich gemeint? Nicht sollen, wollen. Schließlich hat man ja mit einem Vorgängerhund schon Agi gemacht.

Ja, du. Aber wenn der Hund soll, ist es die Unvernunft des Halters, - wenn der Hund will, muß ich ihn bremsen, oder nicht?

Beaglepower2
11.12.2009, 21:05
Absolut korrekt. Stimme Dir voll zu.

Cindy
11.12.2009, 21:58
wenn der Hund will, muß ich ihn bremsen, oder nicht?

Da ist genau der springende Punkt - ich WILL meinen Hund im Agi NICHT bremsen. Habe ich einmal gemacht - NIE WIEDER!
Das heisst nicht, dass ich am Anfang gleich das Tempo hochpusche. Aber ich will und werde meinen Hund sicher nicht dazu zwingen, langsamer zu laufen als er möchte.

waldschrat
12.12.2009, 16:46
Cindy, ich bremse garantiert nicht das Tempo meines Hundes, sondern seinen Tatendrang. Claudia versteht, was ich meine (Beaglepower)

Cindy
12.12.2009, 19:49
@Waldschrat


ich bremse garantiert nicht das Tempo meines Hundes, sondern seinen Tatendrang.

das ist bei meinen Hunden ein und das selbe. Bremse ich ihren "Tatendrang" sprich ihre Motivation, bremse ich auch das Tempo aus. Das heisst NICHT, dass sie dann wie Schnecken durch einen Agi-Parcours gehen.

waldschrat
12.12.2009, 23:39
Das sagt auch keiner, auch wenn ich euch nicht kenn, aber hier gehts um den Junghund, und wenn der sich zu sehr verselbständigt, muß ich ihn halt weng runterholen, wenn du (jetzt) weißt, was ich meine. Und selbst wenn ich meiner4-jährigen Maline den Tatendrang bremse, büßt sie damit nix an Motivation ein :p Kl. Beispiel: Mein Kleiner sieht sowas wie Laufsteg, ähnlich, aber niedriger, geht dort ohne Probs drüber, war sowas wie "Welpensteg".
Dann sieht er meinen Originalen und schwupps, ist er oben... Bin schnell ohne hektik mitgelaufen, und dann Leine drauf: DAS will ich damit sagen.
Der Tatendrang ist eingeschränkt, was aber nicht hieße, daß er nimmer motiviert wäre, wieder da rauf zu gehn...

Im Übrigen ist gleich wieder Montag und Halllleeeee--ee ist angesagt!

Cindy
13.12.2009, 09:25
@Waldschrat

Hund anleinen, damit er nicht einfach losdüst, hat doch aber nichts mit "Tatendrang im Parcours bremsen" zu tun.

Allerdings ist das oT.

Mir ging es darum, dass es erhebliche Probleme machen kann, wenn man mit einem Junghund zu lange mit Stangen auf dem Boden trainiert. Und mit 9 Monaten kann man einfach die Stangen noch nicht hochlegen.

Nun, muss jeder selbst wissen. Mir sind Gesundheit und altersgerechte Ausbildung meines Hundes zu wichtig. Da muss ich einem 4-5 Monate alten Hund nicht schon um Ausleger rennen lassen. Ich möchte mir später keine Vorwürfe machen müssen, dass ich meinen jungen Hund zu früh belastet habe.
Nach wie vor ist es für mich etwas völlig anderes, ob Hund frei im Spiel rumtobt oder in einem Parcours geführt wird.
Aber das muss jeder für sich entscheiden.

nina
14.12.2009, 20:06
Hallöchen an Alle.
Ich habe mit dem kleinen Fix auch schon bei zeiten mit dem "Agi" Training angefangen. Ich glaub er war da 3 Monate.:rolleyes: Training bedeutet aber für mich Altersentsprechend. d.h. mit dem alter hat er den Tunnel in gerader Form kennengelernt (noch keine Biegung)- das alleinige erarbeiten aus verschiedenen Winkel mit dem MO (Motivationsmittel) hinter dem Tunnel durch ne 2 Person. dann noch Kontaktzonen stehen-also daraufsetzen , kein gesamtes Gerät gearbeitet und noch einen Hürdenausleger um vor und aussen trainiert- alles ohne Tempo und puschen---- immer schööööön auf die Gelenke achten;)...... er macht das wirklich fein -der kleine Studebaker :)


mit den Hürden werde ich es so Handhaben- er wird erst mit 11- 12 Monaten seine Prüfungshöhe Springen - wird aber dann ab dem Zeitpunkt seperates Sprüngtraing stattfinden - nur noch Hürden und nichts anderes.

Und das Puzzel mit Geräte Training und leichtes Führen im Welpen und Junghundalter- mit der Prüfungssprunghöhe im Erwachsenenalter zusammengesezt.

mal schauen ob der Plan aufgeht :rolleyes:

Meute
15.12.2009, 08:20
...alles ohne Tempo und puschen...

Ein sehr wichtiger Einwurf, finde ich . In dem Alter soll noch alles langsam und mit Konzentration stattfinden. Der Hund soll sich auf mich und die Geräte konzentrieren, das Tempo kommt dann mit der Sicherheit später von alleine.
Ich achte sehr auf die direkte Zusammenarbeit des Hundes mit mir, er soll in dem Alter nicht schon voller Trieb auf die Geräte geiern.


mit den Hürden werde ich es so Handhaben- er wird erst mit 11- 12 Monaten seine Prüfungshöhe Springen - wird aber dann ab dem Zeitpunkt seperates Sprüngtraing stattfinden - nur noch Hürden und nichts anderes.

Mit der vollen Sprunghöhe würd ich auf jeden Fall warten bis er mind. 15 Monate alt ist (ich persönlich bin hier der Meinung, nicht vor dem Röntgen und erst wenn die Wachstumsfugen ganz geschlossen sind).
Mit dem Sprungtraining beginnen kannst schon mit 12 Monaten, aber da dann erstmal mit gaaanz kleiner Höhe beginnen und im Monat nur 5 Zentimeter raufstellen.


Und das Puzzel mit Geräte Training und leichtes Führen im Welpen und Junghundalter- mit der Prüfungssprunghöhe im Erwachsenenalter zusammengesezt.
mal schauen ob der Plan aufgeht :rolleyes:

So handhaben wir das auch, bisher hat's bei allen gut funktioniert! :)

waldschrat
15.12.2009, 12:01
Hab gestern in der Halle nen 4,5 Monate alten Mali-Tervueren, ne 8 Monate Tervueren und nen 11 Monate alten Herder gehabt, die sind ohne Geräte, einfach nur so unter sich, mindestens genauso irre gesprungen und geflitzt.

Hab da auch mal dieses Thema angesprochen, jeder hält seine Methode für die Beste, sagst was anderes, wirst gefressen...:schlaeger:
Ist irgendeine Knochenkrankheit heutzutage noch nachvollziehbar, wo die Ursache herkommt, muß das alles von zu frühen, oder zu starken Bewegungabläufen herrühren? Selbst Kettenhunde, die sich nie bewegten, leiden unter Arthrosen... Ich kann freilich meinen Hund mit System kaputt machen, ich kann ihn auch mit System zum Sport aufbaun, aber ich kann das ganze auch Tot-reden.
Gestern abend war übrigens ne TÄin dabei, die auch weiß was sie tut...

War alles OT, weiß ich sehr gut!

Cindy
15.12.2009, 14:12
@Waldschrat

oT bezog sich auf das Anleinen damit Hund sich nicht verselbständigt im Vergleich zum Ausbremsen von Vorwärtstrieb und "Tatendrang" im Parcours. Ein ganz gewaltiger Unterschied meines Erachtens.

Weisst Du, ich habe auch Tiermedizin studiert. Insofern ......
Es gibt übrigens auch Tierärzte, die empfehlen Agi für übergewichtige, teils völlig verfettete Hunde, damit Hund etwas abnimmt ..... auf gut deutsch - nur weil jemand Tierarzt ist, und u.U. sogar noch Agi macht, muss er nicht automatisch wissen, was er tut.

Und nach wie vor bin ich der Meinung

wenn der Hund will, muß ich ihn bremsen, oder nicht?

NEIN - genau das will ich nicht.

Ein Beispiel "meiner" Zwergin noch relativ am Anfang unserer "Agi-Karriere", einfach laufen lassen, ohne auf Tempo zu gehen, ohne sie zu puschen.
http://www.flying-poodles.de/video/hsvwoessingen_20070819_jumping_wusch.wmv

Mal von den verpennten zwei Wechseln und den daraus resultierenden Parcourfehler bzw. Dis abgesehen - das ganze Drumherum war etwas chaotisch gewesen und entsprechend war dann das Ergebnis - glaubst Du allen Ernstes, dass dieser Vorwärtsdrang und das Grundtempo erhalten geblieben wären, wenn Hund zu Anfang gebremst worden wäre?

Ganz sicher nicht. Dazu kenne ich zu viele Gegenbeispiele. Und durchaus keine Hunde, die trieblich eher schwach angesiedelt sind.
Und genau so werde ich auch meinen nächsten large-Hund, wenn er denn mal einzieht nicht in seinem Vorwärtsdrang bremsen.

Davon abgesehen weiss ich zufällig, dass genügend national und international erfolgreiche Sportler inzwischen ebenfalls der Meinung sind, dass zu früh anfangen nicht wirklich was bringt.

waldschrat
15.12.2009, 17:17
Und genau so werde ich auch meinen nächsten large-Hund, wenn er denn mal einzieht nicht in seinem Vorwärtsdrang bremsen.

Kannst ja gern machen, hindert dich niemand dran :cool:

Beaglepower2
15.12.2009, 18:40
Gestern abend war übrigens ne TÄin dabei, die auch weiß was sie tut...






Weisst Du, ich habe auch Tiermedizin studiert. Insofern ......
Es gibt übrigens auch Tierärzte, die empfehlen Agi für übergewichtige, teils völlig verfettete Hunde, damit Hund etwas abnimmt ..... auf gut deutsch - nur weil jemand Tierarzt ist, und u.U. sogar noch Agi macht, muss er nicht automatisch wissen, was er tut.



:o:o Entschuldigung fürs OT, Danke Cindy
Wir hatten einen TA in der Welpengruppe, der ist täglich 1 Std. Fahrrad gefahren mit seinem 16 Wochen alten Border Collie. Wie gesagt, wir hatten... genau die 1 Std.
Es gibt aber auch nette TÄ, vor allem Sachkundige :rolleyes:

GabyH
15.12.2009, 19:45
@ Cindy
"Tatendrang ausbremsen" und "Hund langsam machen" haben im Normalfall nichts miteinander zu tun....
Ich musste (und muss teilweise heute mit 10,5 Jahren) den Lucky im Training auch immer eher runterfahren, würde aber im Leben nicht auf die Idee kommen, ihn "langsam" zu machen.
Du dürftest den Lucky kennen (zum Beipiel von den AGC 2009) und trotz dessen, dass ich ihn trieblich in der Ausbildung immer "runtergeschaltet" habe, wirst du mir wohl bestätigen, dass er kein bischen verklemmt und mit angezogener Handbremse (wenn man mal von einem falsch aufgebauten Steg absieht) läuft, oder?

waldschrat
15.12.2009, 20:20
Richtig, gestern die wußte auch was sie tut. Es ist nicht jeder von Haus auf blöd :rolleyes:

Miriam
15.12.2009, 21:29
Hallo Cindy,
das video ist nett, sieht man schön, dass du versuchst ganz ruhig zu führen und nicht zu treiben
(das versuche ich in theorie bei meiner Maus auch, das ruhige führen, weil die hat auch genug Grundtempo, ist aber leichter gesagt als getan...aber wir lernen)
sonst habe ich bei der Diskussion aber den Eindruck, das verschiedene Leute einfach ganz verschiedene Bilder/Vorstellungen zu den gleichen Worten im Kopf haben...
also ich stelle mir eben bei einem Junghund auch noch ein behutsames Erlernen vor und kenne solche Junghunde und ich denke eben noch gar nicht an einen bereits zielstrebig und gerätesicheren Hund, der schon mit Speed enge Wendungen und schwierige Passagen "trocken" bewältigen soll, bei dir kommt mir vor denkst du an viel mehr?
Miriam

Meute
16.12.2009, 08:20
Da hab ich ja was losgetreten :rolleyes:

Wie Miriam treffend sagte, muss man schon darauf hinweisen, dass Junghundeaufbau und "richtiges" Training zwei Paar Schuhe sind.

Das was wir machen, ist im Grunde reines "Führtraining", also dem Hund lernen auf die Körpersprache zu achten, eine gute Arbeitsdistanz zu finden, Konzentration auf Geräte und HF gleichzeitig, bestimmte neue Kommandos zu lernen und zu festigen (z. b. "Vor", "Außen", usw.) und vor Allem das direkte Zusammenspiel zwischen Hund und HF.
Da ist weder was Gesundheitsschädliches dabei noch denke ich, dass man sich dadurch den Hund "versaut" für das spätere Sprungtraining.

Eher im Gegenteil - ich habe die Erfahrung machen können, dass Hunde, die gleichzeitig das Springen und das "Geführt werden" erlernen mussten, meist unsauberes Sprungverhalten zeigen, zumindest anfangs. Auch mit einem Jahr oder anderthalb ist der Hund noch nicht ausgereift und es strengt enorm an, sich auf's Springen zu konzentrieren, auf die Kommandos und die Körpersprache.
Wenn zum Zeitpunkt des Sprungtrainings jedoch das alles schon sitzt, also die Führung, Körpersprache und Signale schon bekannt sind und auch angenommen und umgesetzt werden, ist es dem Hund ein leichtes diese beiden Komponenten schließlich zusammenzusetzen.

Trotzdem würde ich nie sagen, dass das der ultimative Aufbau ist. Man muss es auf jeden Fall auch von dem Team Hund - HF abhängig machen und sicherlich haben beiden Methoden ihre Vor- und Nachteile.
Ja auch ich kenne Hunde, die mit 4 Monaten schon an den Auslegern arbeiteten und später dann jede Stange abräumten, weil sie es nicht anders kannten, als mit vollem Tempo da durchzusausen. Aber das liegt meiner Meinung nach an falschem Sprung-Aufbau und zu schnellem Zusammensetzen von Springen und Parcourstraining.

So lange alles für den Hund fair und altersgemäß abläuft, würde ich keine dieser Aufbau-Methoden verteufeln oder als das Non-Plus-Ultra verkaufen.

Beaglepower2
16.12.2009, 09:24
Da ist weder was Gesundheitsschädliches dabei noch denke ich, dass man sich dadurch den Hund "versaut" für das spätere Sprungtraining.

Eher im Gegenteil - ich habe die Erfahrung machen können, dass Hunde, die gleichzeitig das Springen und das "Geführt werden" erlernen mussten, meist unsauberes Sprungverhalten zeigen, zumindest anfangs.



Wenn zum Zeitpunkt des Sprungtrainings jedoch das alles schon sitzt, also die Führung, Körpersprache und Signale schon bekannt sind und auch angenommen und umgesetzt werden, ist es dem Hund ein leichtes diese beiden Komponenten schließlich zusammenzusetzen.


So lange alles für den Hund fair und altersgemäß abläuft, würde ich keine dieser Aufbau-Methoden verteufeln oder als das Non-Plus-Ultra verkaufen.

Moin
zu Abschnitt 1: der menschliche Ehrgeiz ist das gesundheitsschädigende für den Hund
zu 2: Ich find das schon spannend. Jeder Trainer hat seine Erfahrungen gemacht, und man findet diese Erfahrung in dem Training wieder, bzw in der ganzen Trainingsgruppe.
zu 2/3: die meisten Hunde die ich kenne sind spät aufgebaut worden. Komplett ab dem Alter von ca 11/12 Monaten. Alles keine Stangenreißer. Im Gegenteil.
zu 4: fair und altersgemäß, das ist der Dreh- und Angelpunkt. Es ist doch so das es fair und altersgemäß zu diesem gewissen Zeitpunkt ist. Man lernt ja immer hinzu oder stellt erst später fest, das es doch nicht so hinhaut wie man dachte.
Generell:
Finde ich das die Ungeduld eines HF´s vieles kaputt macht. Der falsche Ehrgeiz kommt an den Tag. Sei es Wettbewerb unter den Vereinskollegen oder das ein Hund mit 15 Mon. sofort die BH haben muß, damit er mit 18 Mon sein erstes Turnier laufen kann.
Die BH wird als lästiges Übel gesehen wo der Hund durchgepresst und durchgeschludert wird. Dabei ist UO Basis, sei es Team sei es die Basis des Zusammenarbeitens.
Wenn man es ganz streng sieht fängt die Führarbeit doch mit Einzug des Welpens an. Das Lenken und das Formen. Lenken sei es Leinenführigkeit, das Formen der Freilauf, so mal ein Beispiel.
Es gibt soviele Möglichkeiten außerhalb des Agiparcoures, sei es Doggifit oder auch das Longieren. Aber das setzt wieder eine gute UO und Basis voraus. Und bei manchen Agilanern seh ich es das sie zwar Agi machen wollen aber keinen Wert auf UO legen, da es lästig ist.
Warum empfinden viele die BH als überflüssig? (Die Art und Weise mal außen vor gelassen, ebenso der Inhalt der BH)
Merkwürdiger Weise sind die Führstile mancher Hundeführer am genialsten welche ihren Hund noch im Obe arbeiten oder VPG.

Es hängt alles von der Wertigkeit des HF´s ab.

Cindy
16.12.2009, 10:48
@Gaby

ehrlich gesagt fehlt mir im Moment ein Gesicht zu Dir und Lucky. Ich bin nicht gut darin, Personen und Namen zusammenzubringen. Auf Turnieren sowieso. Ich begegne immer wieder Leuten, die mich offensichtlich kennen (da sie nach meinen alten Damen fragen), von denen ich geschworen hätte, dass ich sie noch nie gesehen habe *schäm*.

@Meute

Das was wir machen, ist im Grunde reines "Führtraining", also dem Hund lernen auf die Körpersprache zu achten, eine gute Arbeitsdistanz zu finden, Konzentration auf Geräte und HF gleichzeitig, bestimmte neue Kommandos zu lernen und zu festigen (z. b. "Vor", "Außen", usw.) und vor Allem das direkte Zusammenspiel zwischen Hund und HF.

Aber für reines Führtraining und das Zusammenspiel Mensch-Hund braucht man doch keinen Parcours.

Du schreibst doch selbst, dass es für den Hund zu Anfang schwierig ist, sich auf Geräte und Führen zu trainieren. Da stimme ich Dir komplett zu. Aus Erfahrung weiss ich, dass reines Sprungtraining generell im Agi-Training bis heute idR viel zu kurz kommt.

Für reines Führtraining reichen doch ein paar Pylonen - da kann der junge Hund deutlich runder rum als in einem Parcours mit Auslegern.

Nun ja, wie schon geschrieben, muss jeder selbst wissen.

Reines Sprungtraining kopple ich übrigens komplett von jeglichem Führen ab. Auch Erfahrungssache. Wobei ich zugegebenermassen den Vorteil habe, privat trainieren zu können, ohne auf einen Verein angewiesen zu sein.

@Claudia

da stimme ich Dir zu. Wobei ich kein Fan der BH-PRüfung bin, wie sie aktuell abläuft.

Beaglepower2
16.12.2009, 12:56
Da hab ich ja was losgetreten :rolleyes:


Was aber nicht unspannend ist. :)
Es schadet doch keinem mal über den Tellerrand zu schauen. Sei es um für sich zu sagen: Ne nicht mein Ding, oder einfach um seine Erfahrungen auszutauschen.
Was ich gut finde jeder macht sich so seine Gedanken. Wieviele machen sich erst gar nicht die Mühe zu denken? Die sehen nur das Ziel Turniere zu laufen. Nicht den Weg dorthin und nicht den Hund vor Augen.

(Und ich hab noch Keinen getroffen der sich nicht über eine bestandene BH gefreut hat:rolleyes:)

Meute
16.12.2009, 13:45
zu Abschnitt 1: der menschliche Ehrgeiz ist das gesundheitsschädigende für den Hund

Natürlich. Aber da sind dann passende Trainer gefragt, die einem im Ehrgeiz zügeln. Deshalb trainiere ich auch nicht alleine, sondern lasse mir immer meine Hilfstrainerin auf die Finger schauen.
Obwohl ich schon denke, dass sich mein Ehrgeiz in Grenzen hält :p


zu 2: Ich find das schon spannend. Jeder Trainer hat seine Erfahrungen gemacht, und man findet diese Erfahrung in dem Training wieder, bzw in der ganzen Trainingsgruppe.

Genauso seh ich das auch. Ich versuche auch, mir so viel unterschiedliche Vorgangsweisen und Methoden anzueignen, wie nur möglich.

Ich kann hier aber auch nur von Hunden reden, die ich selbst im Training hatte - entweder von Anfang an oder vielleicht von anderen Trainern zu einem späteren Zeitpunkt dann von mir übernommen.
Wenn dann wer zu mir kommt, mit diesem oder jenem Problem und ich frage ihn, wie er den Hund aufgebaut hat, kann ich mir irgendwann ein ungefähres Bild machen und abschätzen, welcher Aufbau sich wie auswirken kann.


zu 2/3: die meisten Hunde die ich kenne sind spät aufgebaut worden. Komplett ab dem Alter von ca 11/12 Monaten. Alles keine Stangenreißer. Im Gegenteil.

Ja das kann ich bestätigen, der Großteil der spät aufgebauten Hunde zeigt keine Stangenprobleme.
Würde aber auch hier sagen, es liegt am richtigen Sprungtraining. Komplett unabhängig davon, wann man mit dem Führtraining begonnen hat.


Man lernt ja immer hinzu oder stellt erst später fest, das es doch nicht so hinhaut wie man dachte.

Na ja, klar. Aber das wäre dann doch bei jeder Methode so und jeder Sparte. Ich kann mich nur auf Erfahrungen verlassen und immer offen bleiben für neue Ideen, um nicht auf meinem bisherigen Stand hocken zu bleiben.


Wenn man es ganz streng sieht fängt die Führarbeit doch mit Einzug des Welpens an. Das Lenken und das Formen. Lenken sei es Leinenführigkeit, das Formen der Freilauf, so mal ein Beispiel.

Aber sind das nicht Dinge, die man voraussetzen sollte?
Ich zähle das jetzt mal nicht zum Führtraining dazu, denn das ist für mich Erziehung für den Alltag.

Und bei manchen Agilanern seh ich es das sie zwar Agi machen wollen aber keinen Wert auf UO legen, da es lästig ist.
Warum empfinden viele die BH als überflüssig? (Die Art und Weise mal außen vor gelassen, ebenso der Inhalt der BH)[/QUOTE]

Ja klar, aber das ist doch wieder ein ganz anderes Thema.



Merkwürdiger Weise sind die Führstile mancher Hundeführer am genialsten welche ihren Hund noch im Obe arbeiten oder VPG.

Ich würd nicht unbedingt Führstil sagen, sondern es ist eher das Zusammenspiel und der "Kontakt" zwischen Hund und HF, der hier vermehrt und besser auffällt. Darf man zwar auch nicht verallgemeinern, aber grundsätzlich fällt mir das schon auch auf, ja.

Cindy
16.12.2009, 13:45
(Und ich hab noch Keinen getroffen der sich nicht über eine bestandene BH gefreut hat:rolleyes:)

Was heisst gefreut ..... erleichtert, dass das endlich rum ist und man sich auf das Wesentliche konzentrieren kann trifft es eher :cool:.

Ich hätte nen Vorschlag - BH als Eingangsvoraussetzung für Obedience abschaffen. Dafür ne Obi-Beginner als Alternative für die BH zum Start bei Agi-Turnieren :).

Meute
16.12.2009, 13:51
[QUOTE]Für reines Führtraining reichen doch ein paar Pylonen - da kann der junge Hund deutlich runder rum als in einem Parcours mit Auslegern.


Sicher nicht, ich hab mit Beast auch das Führtraining im Garten und auf dem Spaziergang begonnen. Links und rechts führen, auf die Hand achten, Wechsel üben, voranschicken, usw.
Das alles bevor er den ersten Ausleger gesehen hat. Als er dann die Bewegungsabläufe und meine Körpersprache so weit lesen konnte, dass es keine Missverständnisse mehr gab, hab ich es umgelegt auf die Ausleger.
Warum macht es für dich so einen Unterschied, ob dieses Führtraining beim Spaziergang um einen Baum, im Garten um eine Pylone, oder auf dem Platz um einen Ausleger rum passiert?




Aus Erfahrung weiss ich, dass reines Sprungtraining generell im Agi-Training bis heute idR viel zu kurz kommt.

Da geb ich dir absolut Recht - und ich denke, dass eher hier der Hund begraben liegt, wenn es um das Stangenreißen geht.



Reines Sprungtraining kopple ich übrigens komplett von jeglichem Führen ab. Auch Erfahrungssache.

Ja das mach ich auch so. Hatte ich aber irgendwo auch schon geschrieben?
Ich trainiere zu anfangs nur an der Geraden (also erstmal eine Hürde, dann zwei , usw.), auch eben damit, dass sich der Hund rein nur auf das Springen konzentrieren kann.

Beaglepower2
16.12.2009, 14:06
Aber sind das nicht Dinge, die man voraussetzen sollte?

Eigentlich schon :rolleyes::megafrech:
@ Cindy: Oh da würden aber ganz viele aufschreien. Sie sind doch schon froh wenn sie einigermaßen durch die BH kommen. Und dann eine Beginner?

Kiki
16.12.2009, 14:15
m.E. ist die BH eher schwerer zu laufen als eine Obe-Beginner. Viele Elemente sind ja gleichgelagert, werden nur anders aufgebaut bzw. durchgeführt. Es geht in der Beginner doch hauptsächlich darum, eine harmonische Vorführung mit einem gut sozialverträglichen Hund zu zeigen. (Chipkontrolle, Stehen u. Betasten, Gebiss zeigen, das Vorbeiführen an den sitzenden Hunden). Das Abliegen eines Hundes in der BH während der andere Hund läuft finde ich eher schwerer als die Gruppenübungen in der Beginnerprüfung.

Beaglepower2
16.12.2009, 14:40
mhm, es wird aber genauer gearbeitet, manche kennen überhaupt keinen Apport, oder voraussenden zum Platz, das Training ist ganz anders aufgebaut.
Dazu kommt das nicht jeder Agiverein auch einen Obeteil hat.
Der Trend (oder Wunschdenken) mancher Agilaner wäre ja Turniere laufen ohne BH oder ähnliches.
:rolleyes:Isch glaube wir sind sowas von OT:rolleyes:
Wobei ich zustimme das VPG UO und Obe sich ähnlich sind.

Cindy
16.12.2009, 15:17
Das Thema "BH als Eingangsprüfung" ist wirklich ziemlich oT - und mE zu genüge durchdiskutiert. Da hat jeder so seine Meinung dazu, wohl ähnlich wie zum Aufbau eines Junghundes egal in welchem Sport.

EDIT:
@Claudia
wenn schon, dann die Beginner als Alternative, nicht als Ersatz.

taschbert
16.12.2009, 16:50
Kiki, für meinen war das Abliegen in der BH oder VPG Prüfung wesentlich einfacher als das in der Beginner...
Links kläffte einer, rechts stand einer auf und ging zu Herrchen.
Und beim auflösen nach "Kommando" und "Fuss" der anderen meinte er schneller zu sein als ich und hörte auf des Nachbars Kommando.
Finde da das alleine abliegen einfacher



Das Thema "BH als Eingangsprüfung" ist wirklich ziemlich oT - und mE zu genüge durchdiskutiert. Da hat jeder so seine Meinung dazu, wohl ähnlich wie zum Aufbau eines Junghundes egal in welchem Sport.

EDIT:
@Claudia
wenn schon, dann die Beginner als Alternative, nicht als Ersatz.

Beginner als Alternative würde ich auch ok finden.
Aber die wäre dann widerum nicht geeignet zur Umschreibung für den Hundeführerschein, weil es keinen Strassenteil gibt sondern "nur" Sozialkontakt.
hm