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Tessa 27.07.2010 11:14

Wie reagieren wenn eigenes Kind angeknurrt wird???
 
Hallo,

wie ja schon in meiner Vorstellung und auch in meinem anderen Beitrag mitgeteilt, haben wir ja ein paar Probleme mit unserer Tessa, wobei wir einiges schon in den Griff bekommen haben und andere Sachen nicht so dramatisch sind...

ABER eine Sache bereitet uns ziemliche Bauchschmerzen und zwar, wenn unsere 5-jährige Tochter von Tessa angeknurrt wird...

Wir haben anfangs ja immer zu unserer Tochter gesagt: "...Du musst Tessa in Ruhe lassen ..." Aber von vielen Seiten kam dann, dass Tessa ja eigentlich das letzte Glied in der Kette ist und es einfach zu dulden hat, egal was kommt. Natürlich bestärken wir unsere Tochter nicht darin, dass sie Tessa bearbeitet, aber sie sieht ja, wie wir gewisse Sachen durchsetzen bei Tessa und will das dann auch so machen und dann kommt es eben zu solchen Situationen in denen Tessa zeigt: "Ey- Du kleiner Wurm hast mir garnichts zu sagen!"

Tja, nun unsere Frage. Wie reagiert man richtig, sodass Tessa es wirklich kapiert, dass sie das nicht darf! Wie kann ich es dem Hund klar machen, dass ein gewisses Verhalten absolut untragbar ist?

Danke schon im Voraus,
Anne-Kathrin

Michaela 27.07.2010 11:18

Wenn ich an meine eigene Kindheit denke, kann ich nur sagen, dass mir jeglicher Kontakt welcher über einfaches streicheln (in Anwesenheit meiner Mutter) hinaus ging untersagt wurde.

Ich hatte mich einfach von unseren Hunden fern zu halten und das waren bei weitem keine Schlaftabletten (Riesenschnautzer, Bouvier, Fila Brasileiro).

Des weitern sehe ich es so, dass der Hund sehr wohl erkennen kann, dass auch das Menschenkind unter dem Herrchen, Frauchen etc. steht und kein Hund muss sich von einem Kind etwas sagen lassen, meine Meinung.

Kehr wieder zu Eurer ursprünglichen Handhabung zurück.

taschbert 27.07.2010 11:22

ICH finde dass es immer eine Gratwanderung ist
Ein Weg den BEIDE lernen müssen.

Warum knurrt Tessa?
Ohne Grund oder aus Belästigung?

Jim hat auch Kinder angeknurrt. Dann habe ich ihn weggeschickt, wollte ihm zeigen dass er gehen soll.
Er ist zwar das unterste Glied gewesen, aber wenn Hunden die Möglichkeit genommen wird über knurren ihren Unmut zu äussern, was bleibt dann als erste Massnahme? Unter Umständen zubeissen.

Den Spruch dass die Hunde lernen müssen die Kinder bis zu einem gewissen Punkt zu dulden und die Kinder die Hunde in Ruhe lassen müssen habt ihr sicher schon 100 Mal gehört.

Ich glaube nur manchmal dass es in manchen Fällen fatal ist dem Hund das knurren zu verbieten.
Klar soll er das nicht

Aber dafür ist es wichtig zu wissen WANN und AUS WELCHEM GRUND er das Kind anknurrt.

Klar.
hat ein Hund eigentlich nix zu sagen.
Aber wie oft dreht man sich mal kurz um oder nutzen Kind und Hund eine Chance wo man mal NICHT hinguckt. Und dann passiert es doch

Auf jeden Fall ist es in meinen Augen auch falsch einem 5jährigen Kind zu zeigen dass schlimmstenfalls dessen Aktion ungestraft bleibt, der Hund aber für seine Reaktion eins auf die Nase bekommt.
Weisst was ich meine?
Wie Geschwister, wo A dem B eins auf die 12 haut, B zurückhaut und B Ärger bekommt.


Schwierig und so per www nicht klar zu trennen glaub ich

(beschäftige mich aber auch gerade mit dem Thema.. Meine Hunde knurren Kinder nicht an, Frieda zwickt rein wenn man mit denen tobt...)

asap 27.07.2010 11:27

Ein Hund wird immer mal wieder die Rangfolge im Rudel in Frage stellen, die Erwachsenen können sich gegen den Hund durchsetzten, sodass es der Hund das akzeptiert.
Jedoch ein kleines Kind kann das nicht, wenn dieses Kind dann weiter versucht den Hund zu dominieren, dann kann der Hund den Kind schon mal eine Abreibung verpassen (falls das Kind nicht auf die Warnung (Knurren) reagiert), welches für das Kind dann sehr gefährlich sein kann.

Daher haltet das Kind von den Hunden fern, die sollten den Hund nur streicheln dürfen.

Mary 27.07.2010 11:35

Ich kann nur aus eigener Erfahrung berichten:

Das Knurren an sich zu bestrafen, hatte bei mir zur Folge, dass mein Hund nun nicht mehr vorwarnt bevor er schnappt. Das würde ich natürlich nie wieder machen.

Deshalb würde ich auch die Ursache herausfinden und daran arbeiten und ich selber würde meinen Hund heute in so einer Situation auf seinen Platz verweisen.

Expertin bin ich allerdings nicht, was Kind+Hund angeht, vielleicht kommen noch andere Tipps.

Aisha 27.07.2010 11:39

Zitat:

Zitat von Michaela (Beitrag 466783)

Des weitern sehe ich es so, dass der Hund sehr wohl erkennen kann, dass auch das Menschenkind unter dem Herrchen, Frauchen etc. steht und kein Hund muss sich von einem Kind etwas sagen lassen, meine Meinung.

Kehr wieder zu Eurer ursprünglichen Handhabung zurück.

So sehe ich das auch.

Zitat:

aber sie sieht ja, wie wir gewisse Sachen durchsetzen bei Tessa und will das dann auch so machen und dann kommt es eben zu solchen Situationen in denen Tessa zeigt: "Ey- Du kleiner Wurm hast mir garnichts zu sagen!"
Wie kann es dazu kommen, dass eure Tochter sowas versucht? ?(
Das würde ich ihr gnadenlos verbieten. Da müsst ihr halt ständig alle Augen auf Kind und Hund gerichtet haben um rechtzeitig eingreifen zu können.

Lg, Tanja

taschbert 27.07.2010 11:46

Zitat:

Zitat von Aisha (Beitrag 466793)
Wie kann es dazu kommen, dass eure Tochter sowas versucht? ?(
Das würde ich ihr gnadenlos verbieten. Da müsst ihr halt ständig alle Augen auf Kind und Hund gerichtet haben um rechtzeitig eingreifen zu können.

Lg, Tanja

Das hatte ich oben gar nicht gelesen!
Das geht natürlich nicht, das ist genau die Situation die ich meinte..

Das darf eure Tochter schlichtweg nicht.
Schlimmstenfalls geht das mal ganz arg nach hinten los und zwar dann wenn der Hund sich das nicht gefallenlässt. Einfach so. Oder weil die "Strafe" einfach nicht gerechtfertigt ist.


Das kann man sein Kind machen lassen wenn man einen "sanften Riesen" hat, wo es ins eine Ohr rein und ausm anderen Ohr raus geht, der Hund dann macht was gesagt wurde nur damit das nervende etwas wieder Ruhe gibt..

Bei allen anderen Hunden, egal ob Mali oder Cocker oder sonstwas. NICHT.

Und selbst bei einem sanften Riesen würde ich lieber nur die positiven Sachen dem Kind überlassen: Leckerli in die Hand, SITZ, Hund sitzt. Belohnen
NICHT aber negative Schiene: Hund sitzt nicht und bekommt solange trara bis er sich setzt.
Das funktioniert nicht

Tessa 27.07.2010 11:48

OK, vielen Dank für Eure schnellen Antworten.

Es sind fast immer Situationen, wenn wir im Garten sind, zu Hause ist das schon lange nicht mehr vorgefallen.

Meistens passiert das Knurren in folgender Situation. Tessa läuft so durch den Garten, beschäftigt sich vielleicht mit der Dogge meiner Eltern oder ähnliches. Die Kinder spielen. Dann versucht Tessa wieder mal vergeblich das Frettchen durch das Gitter des Außengeheges zu schnappen. Da Tessa schon ein paar Mal in das Gitter gebissen hat, haben wir ihr das verboten - manchmal versucht sie`s aber dennoch. Nun gut. Auf jeden Fall denkt unsere Tochter dann, so jetzt muss Tessa da weg und schreit AUS und zieht sie am Halsband. Bevor wir reagieren können knurrt Tessa und schnappt in die Luft. Wir schimpfen mit Tessa, sagen unserer Tochter zum 200ten Mal, dass sie das unterlassen soll...
Das sind derartige Situationen, die sich Tessa eben nicht gefallen lassen will - zu Recht!?

Sollte das Kind denn nicht eigentlich in der Rangfolge auch über dem Hund stehen? Oder ist das Kind so ähnlich wie die Katze außerhalb der Rangfolgen-Geschichte (Sorry für den Vergleich)?

LG
Anne-K.

Gaby 27.07.2010 11:49

Also...

ich hab ne 4 jährige Tochter und einen Rüden, der absolut unverträglich ist, was Personen angeht...allerdings hab ich den Hund kurz vor der Geburt meiner Tochter übernommen und er konnte sich somit an deren Anwesenheit gewöhnen...es gab auch nie Situationen zwischen den Beiden, wo kritisch waren...ich habe das von Anfang an konsequent unterbunden!

Anknurren meiner Tochter dulde ich nicht-fertig!!

Kommt aber auf den Hund an bzw auch darauf, wie du es ihm rüberbringst....kleines Beispiel...ich hatte am Woende nen Gasthund, der einen Schuh angenagt hat...meine beiden Rüden saßen oben am Treppenabsatz, ich kam aus dem Bad und wusste in dem Moment sofort, dass Lina unten was angestellt hat :rolleyes:die wussten genau, welches Donnerwetter da reinbricht und gingen schon mal vorsorglich in Deckung :o


Kim darf bei Finn alles machen, spielt Ball mit ihm, gibt ihm das Futter und auch Lekkerchen...wenn ich dabei bin

Regeln bei uns zu Hause:

- Kind und Hund spielen nur unter Aufsicht miteinander
- beim Fressen geht sie nicht zu den Hunden
- es steht kein Futter in der Wohnung rum (damit kein Gerangel zwischen den beiden Rüden entsteht, wo meine Tochter vielleicht dran vorbei kommt)
- Kind weiss, dass sie nicht zum Hund geht, wenn er knurrt (ich habe auch Pflegehunde, auch da ist es kein Problem)
- wenn Besuch kommt, sind beide Hunde nicht in der Wohnung-ist für Hund und Halterin entspannter
- ich kann aber z.B. auf die Toilette gehen ohne Sorge, da Kim Hunde gewöhnt ist und sie nicht dauernd betatschen will o.ä.

mit 5 Jahren kannst du deiner Tochter klar machen, dass es Bereiche gibt, die Tabu sind für sie...

Ganz wichtig bei dir ist, dass der Hund nicht alleine mit dem Kind ist und immer im Gehorsam steht...Kinder in dem Alter testen auch gerne mal ihre Grenzen aus, wenn Mama nicht guckt :rolleyes:

du hast nun mal einen "Gebrauchthund", da kannman die normalen Regeln eben nicht so anwenden, da man bei der Prägung nicht dabei war....

ich z.B. dulde bei Finn keinerlei Ungehorsam, dieser wird konsequent bestraft...und das ist der einzige Weg, diesen Hund problemlos zu Halten und Führen...denn bis heute duldet er es nicht, wenn ihn jemand anfasst (das dürfen insgesamt nur 4 Personen), er läßt keinen ins Haus oder an sich ran.

Aber ich kann ihn durch die konsequente Führung problemlos im Alltag händeln, wenn ich diese Dinge beachte.....dadurch, dass meine beiden letzten Diensthunde auch so gelagert waren, fällt es mir vermutlich leichter wie jemandem, der keine Erfahrung mit solchen Hunden hat

Gaby 27.07.2010 11:53

Zitat:

Zitat von Tessa (Beitrag 466797)
Meistens passiert das Knurren in folgender Situation. Tessa läuft so durch den Garten, beschäftigt sich vielleicht mit der Dogge meiner Eltern oder ähnliches. Die Kinder spielen. Dann versucht Tessa wieder mal vergeblich das Frettchen durch das Gitter des Außengeheges zu schnappen. Da Tessa schon ein paar Mal in das Gitter gebissen hat, haben wir ihr das verboten - manchmal versucht sie`s aber dennoch. Nun gut. Auf jeden Fall denkt unsere Tochter dann, so jetzt muss Tessa da weg und schreit AUS und zieht sie am Halsband. Bevor wir reagieren können knurrt Tessa und schnappt in die Luft. Wir schimpfen mit Tessa, sagen unserer Tochter zum 200ten Mal, dass sie das unterlassen soll...
Das sind derartige Situationen, die sich Tessa eben nicht gefallen lassen will - zu Recht!?

Sehr gefährlich...das sind genau die Situationen, wo Hunde Kinder beissen....da hast du hinzugehen und den Hund umgehend zu Bestrafen....und vermittle bitte deiner Tochter, dass du den Hund erzeihst und bevor das nicht abgeschlossen ist, soll sie sich an dich wenden, wenn Tessa was verbotenes macht

frag dich nicht unnötigerweise nach der Rangfolgetheorie, sondern unterbinde so etwas konsequent...beim Hund und bei deiner Tochter!!


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